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Aktuell Europa

Island feiert seine Helden

Es war der erwartet stürmische Empfang für die EM-Wikinger in Reykjavik: Zehntausende waren noch einmal zum Hügel Arnarhóll geströmt, um ihr Team hochleben zu lassen. Und das peilt schon die nächste Aufgabe an.

Im Tiefflug steuerte das Flugzeug mit der isländischen Fußball-Nationalmannschaft über Reykjavik und sorgte für frenetischen Jubel in den Straßen der Hauptstadt. Die Begeisterung wuchs sogar noch, als die sich die Spieler bei der anschließenden Parade auf einem offenen Doppeldecker-Bus feiern ließen.

Premierminister Sigurdur Ingi Johannsson nannte das Team einen "nationalen Schatz" und fügte an: "Märchen existieren noch immer. Alle Isländer sind enger zusammengerückt - so wie ihr es auf dem Fußballfeld getan habt."

Während der ergreifenden Jubelfeier auf dem Hügel Arnarhóll wurde jeder Spieler der Sensationsmannschaft einzeln auf einer Bühne in der Abendsonne gebührend gefeiert. Dazu stimmte das Team die

inzwischen weltberühmte Klatsch-Choreographie

mit dem "Huh"-Schlachtruf an.

In Frankreich hätte man nur eine Ahnung davon gehabt, wie in der Heimat mitgefiebert werde, sagte Trainer Lars Lagerbäck. "Aber nun die Menschen auf dem Weg vom Flughafen ins Stadtzentrum winken zu sehen, ist einfach fantastisch", sagte der begeisterte Schwede.

Kapitän Aron Gunnarsson kündigten umgehend eine Rückkehr auf die große Bühne an. "Die Jungs sind noch lange nicht satt, wir sind immer noch hungrig", betonte der bärtige Fußballer weit nach Mitternacht. "Wir können jetzt nicht aufhören. Wir haben diese Erfahrung gemacht und wir wollen sie wieder haben."

Stürmer Kolbeinn Sigthorsson dankte seinen Landsleuten für die überwältigende Unterstützung der Mannschaft. "Es war wirklich ein Traum, diesen Rückhalt zu bekommen", sagte er. "Wir erleben hier etwas ganz Wunderbares, es ist wirklich ein Traum wahr geworden."

Schätzungsweise 30.000 Isländer - ein Zehntel der Gesamtbevölkerung - waren zu den Spielen ihrer Mannschaft nach Frankreich gereist. Sigthorsson dankte den Isländern dafür, dass sie ihr Land durch ihr zivilisiertes Verhalten bei der EM so gut dargestellt hätten. Dies mache ihn stolz, sagte der Fußballer, und fügte an: "Vielleicht wäre es ein bisschen zu viel gewesen, die EM gleich im ersten Versuch zu gewinnen. Aber es war ein wirklich tolles Turnier."

rb/stu (afp, dpa, sid)

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