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Nahost

IS erobert fast die Hälfte von Albu Kamal zurück

Erst war von Militärerfolgen die Rede, jetzt folgt die Ernüchterung: die Syrische Beobachtungsstelle berichtet, dass die IS-Terrormiliz nach ihrer Vertreibung aus Albu Kamal wieder große Teile der Stadt kontrolliert.

Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" habe einen Gegenangriff gestartet. Es sei ihr gelungen, rund 40 Prozent der Stadt zurückzuerobern, heißt es von der Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die ihren Sitz in London hat. Albu Kamal ist die letzte noch verbliebene Bastion der Terrormiliz in Syrien.

Die syrische Armee hatte die Stadt an der Grenze zum Irak mit Unterstützung der russischen Luftwaffe und verbündeter Milizen am Donnerstag nach kurzen, aber heftigen Kämpfen eingenommen. Zuvor hatte die sunnitische Extremistengruppe bereits die Großstadt Deir Essor verloren und sich auch aus dem nahe Albu Kamal gelegenen irakischen Grenzort Al-Kaim zurückziehen müssen.

Kampf um die letzte Bastion

Wie die oppositionsnahe Beobachtungsstelle erklärte, brachten die Dschihadisten dann aber überraschend mehrere Viertel im Norden von Albu Kamal wieder in ihre Gewalt. Die IS-Miliz versuche, ihre letzte Bastion mit aller Macht zu verteidigen, es wüteten schwere Kämpfe in der Stadt, erklärte die Organisation, die ihre Informationen von einem Netz aus Aktivisten vor Ort bezieht. Für unabhängige Medien sind die Berichte allerdings meist kaum zu überprüfen.

Nach Angaben der US-geführten Anti-IS-Koalition hat die Terrormiliz mittlerweile 96 Prozent ihres früheren Herrschaftsgebietes in den beiden Krisenländern verloren. Sie kontrolliert nur noch kleine, vor allem von Wüste geprägte Regionen. Albu Kamal gilt in dieser Situation als strategisch besonders wichtig, weil es die letzten verbliebenen IS-Gebiete in Syrien und im Irak miteinander verbindet.

haz/qu (afp, dpa)