1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Luftfahrt

Iran kauft 100 Airbus-Flieger

Nach dem Ende des Atomstreits und den damit verbundenen Sanktionen drückt der Iran bei der Modernisierung seiner Flugzeugflotte aufs Tempo. Es ist bereits der zweite Großeinkauf bei einem westlichen Flugzeugbauer.

Airbus hat einen milliardenschweren Großauftrag aus dem Iran unter Dach und Fach gebracht. Insgesamt werden 100 Maschinen an die Fluggesellschaft IranAir geliefert, teilte der europäische Hersteller am Donnerstag in Paris mit.

Dabei handelt es sich um 46 Modelle des Typs A320 sowie 38 A330- und 16 A350 XWB-Flieger. Die Auslieferung soll ab Januar beginnen. "Das ist ein Meilenstein", erklärte Airbus-Präsident Fabrice Brégier.

Die Maschinen haben laut einem Airbus-Sprecher einen Listenpreis von umgerechnet rund 19,2 Milliarden Euro. Damit fällt das Geschäft kleiner aus als im Januar anvisiert. Damals war die Rede von insgesamt 118 Maschinen im Wert von mehr als 25 Milliarden Dollar gewesen. Der nun unterzeichnete Vertrag umfasst laut Brégier auch Vereinbarungen zum Pilotentraining sowie zur Übernahme von Aufgaben am Flughafen und zur Luftraumkontrolle.

Hunderte Flugzeuge benötigt

Teheran hatte bereits Anfang des Monats mit dem Airbus-Rivalen Boeing einen 15,7 Milliarden Euro schweren Vertrag zum Kauf von 80 Maschinen unterzeichnet. Nach Angaben der zivilen Luftfahrtorganisation im Iran braucht das Land innerhalb der kommenden zehn Jahre etwa 400 bis 500 neue Flugzeuge. Die bisherige Flotte ist stark veraltet. Das liegt an den über lange Zeit geltenden westlichen Sanktionen gegen den Iran wegen des Streits um das Atomprogramm des Landes. Die meisten Strafmaßnahmen wurden mit Inkrafttreten des Atomabkommens im Januar 2016 aufgehoben.

hmf/bea (dpa, rtr)