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Wirtschaft

USA genehmigen Airbus-Deal mit Iran

Es ist ein Milliardengeschäft für den Flugzeug-Hersteller Airbus. Mit einem Haken: Unter einem Präsidenten Donald Trump könnte die Genehmigung für den Verkauf an den Iran hinfällig werden.

Die USA haben die letzte ausstehende Genehmigung für einen Milliardendeal des europäischen Flugzeugbauers Airbus mit dem Iran gegeben. Die US-Exportkontrollbehörde OFAC habe eine zweite Lizenz erteilt, sagte ein Airbus-Sprecher am Mittwoch. Eine erste Exportgenehmigung für 17 Flugzeuge war bereits im September eingegangen. Damit liegt nun das grüne Licht für die gesamte Bestellung über 118 Passagierjets vor. Nun könnten die Verhandlungen mit Iran Air fortgesetzt werden, um den Vertrag abzuschließen, hieß es von Airbus.

Frankreich Airbus-Chef Thomas Enders und Hassan Ruhani in Paris (Getty Images/AFP/E. Feferberg)

Airbus-Chef Thomas Enders und der iransiche Präsident Hassan Ruhani besiegeln den Deal

Airbus und der Iran hatten den Deal Anfang des Jahres grundsätzlich vereinbart. Der Iran will seine überalterte Flotte modernisieren und sowohl bei Airbus als auch beim US-Konkurrenten Boeing einkaufen. Das haben das Atomabkommen des Iran mit dem Westen und die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen möglich gemacht. Die Kontrollbehörde des US-Finanzministeriums musste zustimmen, weil mindestens zehn Prozent der Technik aus den USA kommen. Die bestellten Flugzeuge haben einen Listenpreis von rund 25 Milliarden US-Dollar (23,5 Milliarden Euro). Allerdings sind bei Flugzeugverkäufen Rabatte im zweistelligen Prozentbereich üblich. Auf dem Bestellschein stehen auch zwölf Exemplare der A380, des größten Passagierfliegers der Welt.

Umbau kostet Hunderte von Jobs

Unterdessen plant Airbus einen Konzernumbau,  bei dem Hunderte Jobs wegfallen könnten. In mehreren Arbeitnehmervertretungen seien bereits geplante Streichungen angekündigt worden, die sich auf 780 Stellen summierten, berichtete die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos" am Mittwoch unter Berufung auf die französische Gewerkschaft CFTC. Der Konzern erklärte, es sei noch keine Entscheidung gefallen: Aus Respekt für die Gespräche mit den Sozialpartnern und in Abwesenheit jeglicher Entscheidung kommentiere man Medienspekulationen nicht, sagte ein Sprecher.

Airbus-Chef Tom Enders hatte Ende September angekündigt, das Management des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns zu straffen. Die wichtige Passagierjet-Sparte verschmilzt mit den Konzernstrukturen der Airbus Group zu einer neuen Gesellschaft. So will Enders den Boeing-Konkurrenten beweglicher machen, Doppelstrukturen abbauen und Kosten senken. Dem "Les Echos"-Bericht zufolge fallen durch die Fusion vor allem im Entwicklungsbereich, in der Kommunikation und im IT-Bereich Arbeitsplätze weg. Auch die internationale Strategieabteilung und die Rechtsabteilung seien betroffen. Die Zahl der zu streichenden Stellen könne im Laufe der Verhandlungen zwischen Management und Arbeitnehmervertretern aber noch sinken.

zdh/ul (dpa, rtr)

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