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Aktuell Welt

Iran bombardiert IS-Stellungen im Irak

Iran steht an der Seite der irakischen Regierung im Kampf gegen die IS-Terrorarmee. Nun hat das Regime laut Pentagon erstmals selbst Luftangriffe gegen den IS im Nachbarland geflogen - ohne Absprache mit den USA.

Die Iraner haben nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums in den vergangenen Tagen im Irak Stellungen der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) aus der Luft angegriffen. Washington habe Hinweise darauf, dass iranische Kampfjets im Osten des Landes IS-Ziele bombardiert hätten, sagte Pentagonsprecher John Kirby. Es handle sich um F-4-Phantom-Kampfjets. Die Einsätze seien nicht mit der US-geführten Koalition gegen den IS abgestimmt gewesen, sagte Kirby.

Das Mullah-Regime unterstützt die schiitisch dominierte Regierung in Bagdad im Kampf gegen die radikalen sunnitischen Aufständischen des IS mit Waffen und Ausbildern. Es war aber das erste Mal, dass die USA bestätigten, dass der Iran auch Luftangriffe im Irak fliegt.

Zuvor hatte der Pentagonsprecher vor Reportern erläutert, die USA stimmten ihre Luftangriffe in dem Land mit der irakischen Regierung ab. Es liege in der Verantwortung Bagdads, den eigenen Luftraum zu verwalten.

Der Iran gehört nicht zu der internationalen Koalition gegen die IS-Dschihadisten, die an diesem Mittwoch über ihre weitere Strategie berät. Vertreter aus 58 Staaten kommen auf Einladung von US-Außenminister John Kerry im Nato-Hauptquartier in Brüssel zusammen.

Neben der Fortsetzung der Luftangriffe mehrerer Staaten unter Führung der USA gegen den IS soll auch über Möglichkeiten diskutiert werden, wie der Zustrom ausländischer Kämpfer in die Reihen der Extremistenmiliz gestoppt und den Dschihandisten finanziell das Wasser abgegraben werden kann. Weiteres Thema ist humanitäre Hilfe für Flüchtlinge, die wegen der Kämpfe im Irak oder Syrien fliehen mussten.

SC/jj (afp, APE, dpa)