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Irak

Irakische Luftwaffe attackiert IS-Stellungen in Tal Afar

Nach dem Fall von Mossul geht es weiter gegen die letzten von der Dschihadisten-Miliz terrorisierten Städte im Irak. Tal Afar war 2014 vom IS eingenommen worden. Nun soll ihm dort endgültig der Garaus gemacht werden.

Mit Luftangriffen hat die irakische Armee nach eigenen Angaben eine Offensive auf eine der letzten größeren IS-Bastionen im Norden des Landes eingeleitet. Kampfjets hätten mit der Bombardierung von Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in der Stadt Tal Afar begonnen, sagte ein

Sprecher des irakischen Verteidigungsministeriums dem Nachrichtensender Al-Hadath. Im Anschluss werde eine Bodenoperation beginnen. Die irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria meldete, aus Tal Afar seien laute Explosionen zu hören gewesen.

IS-Kämpfer sollen auf fliehende Bewohner schießen  

Tal Afar hat rund 40.000 Einwohner und war 2014 vom IS eingenommen worden. Die Miliz errichtete dann eine Schreckensherrschaft in der Stadt. Erst kürzlich hatte die Internationale Organisation für Migration in Genf beklagt, dass IS-Kämpfer auf flüchtende Bewohner von Tal Afar schießen würden.

Die Stadt liegt rund 70 Kilometer westlich der früheren IS-Hochburg Mossul, die irakische Sicherheitskräfte Anfang Juli nach monatelangen Kämpfen vollständig eingenommen hatten. Die Extremisten hatten bei ihrem Vormarsch vor mehr als drei Jahren große Regionen im Norden und Westen des Iraks erobert. Nach zahlreichen Niederlagen kontrollieren sie dort nur noch einige Orte und Gebiete. Auch im Nachbarland Syrien steht der IS unter Druck.

sti/as (afp, dpa, rtr)