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Konjunktur

Ifo-Index "trotzt der Schwerkraft"

Nach drei Rekordwerten eine kleine Delle: Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im August zwar leicht gesunken, zeigt aber kaum Makel. Im Vormonat hatte das viel beachtete Stimmungsbarometer ein Allzeithoch erreicht.

Die Stimmung unter Führungskräften deutscher Firmen trübte sich nun nach drei Rekordwerten in Folge minimal ein. Die Manager beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage zwar nicht mehr ganz so gut, die Aussichten für die kommenden sechs Monate aber günstiger als zuletzt. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Für den Geschäftsklimaindex befragt das Ifo-Institut jeden Monat rund 7000 Unternehmen. Die Ergebnisse der Erhebung werden in Punkte umgerechnet. Im August lag der Index bei 115,9 Punkten, im Juli bei 116 Zählern. Volkswirte hatten zuvor mit einem deutlicheren Rückgang gerechnet. 

"Auf sehr hohem Niveau"

Im verarbeitenden Gewerbe sei der Rekord aus dem Vormonat sogar noch einmal leicht überboten worden, hieß es beim Ifo-Institut. In der Automobilindustrie hätten die Dieselaffäre und die Kartellvorwürfe gegen mehrere Unternehmen bislang in der monatlichen Umfrage keine Spuren hinterlassen. Insgesamt liege der Index "weiterhin auf einem sehr hohen Niveau".

Andere Volkswirte teilten diese Einschätzung: "Der Ifo-Index trotzt weiter der Schwerkraft. Auch der feste Euro kann den rosigen Erwartungen der Unternehmen bislang nichts anhaben", sagte Holger Sandte von der Nordea-Bank. Ähnlich Jörg Zeuner von der Kfw-Bankengruppe: "Die minimale Konsolidierung des Geschäftsklimas nach mehreren neuen Allzeithochs in diesem Jahr muss uns nicht sorgen, zumal sich die Erwartungen weiter aufhellen. Die deutsche Wirtschaft brummt."

ar/bea (rtr, afp)

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