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Karibik

Hurrikan "Irma" fordert erste Todesopfer

Durch den Hurrikan "Irma" sind in der Karibik mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Die Insel Barbuda ist nach Regierungsangaben weitgehend zerstört und derzeit "kaum bewohnbar".

Auf den Karibikinseln Barbuda, Barbados, Saint-Barthélemy und Saint-Martin sind nach jüngsten Angaben mindestens acht Menschen durch "Irma" ums Leben gekommen.

Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Menschen darauf vorbereitet, dass es Opfer geben werde. Die Bilanz werde "hart und grausam" sein, sagte er nach einem Besuch beim Krisenstab des Innenministeriums. Saint-Barthélemy und ein Teil von Saint-Martin gehören zu den französischen Überseegebieten. Macron kündigte finanzielle Mittel und einen Wiederaufbauplan an. 

Viele Küstengebiete überschwemmt

Der Wirbelsturm der höchsten Kategorie fünf hatte am Mittwoch zunächst die Insel Barbuda erreicht. Rund anderthalb Stunden verweilte das Auge des Hurrikans dann über dem beim internationalen Jet-Set beliebten Saint-Barthélemy, dann zog der Sturm weiter nach Saint-Martin. 

Auf Barbuda wurden nach Angaben von Premierminister Gaston Browne mindestens 95 Prozent der Gebäude beschädigt. "Teilweise wurden Dächer abgedeckt, teilweise wurden die Gebäude total zerstört", sagte Browne in einem Interview des Radiosenders ABS. "Es ist herzzerreißend", fügte er hinzu. "Die ganze Insel steht unter Wasser. Im Moment ist Barbuda kaum bewohnbar."

Infografik Karte Hurricane Irma DEU

Die zu erwartende Route von "Irma" in der Karibik

Auf Saint-Martin gab es dem französischen Wetterdienst zufolge heftige Springfluten. Ganze Küstengebiete seien bereits überschwemmt. "Es ist eine große Katastrophe", sagte der Präsident des Territorialrats, Daniel Gibbs, im Radiosender RCI. 95 Prozent der Insel seien zerstört. "Ich stehe unter Schock."

"Irma" gilt als der stärkste Hurrikan, der jemals über dem Atlantik registriert wurde. Er erreichte Spitzengeschwindigkeiten von bis zu rund 300 Kilometern pro Stunde. 

Touristen sollen Key West verlassen

Inzwischen zog "Irma" nördlich an Puerto Rico vorbei. Insgesamt 2800 Menschen suchten in dem US-Außengebiet Schutz in Notunterkünften. Es fiel starker Regen und Bäume knickten um. Fast eine Million Menschen waren ohne Strom, Zehntausende ohne Wasser.

Puerto Rico | Hurricane Irma (Reuters/A. Baez)

"Irma" tobte sich auch in Puerto Rico aus

Als immer wahrscheinlicher gilt, dass Irma auch auf den US-Bundesstaat Florida treffen könnte. Präsident Donald Trump rief für Puerto Rico, die Jungferninseln und Florida den Notstand aus. Dadurch werden Bundesmittel freigegeben.

Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, sagte, "Irma" sei eine "ernste Bedrohung für den ganzen Bundesstaat". Zahlreiche Touristen wurden aufgefordert, die Urlauberinsel Key West zu verlassen. In Miami Beach bereiteten sich die Menschen mit Hamsterkäufen auf den herannahenden Sturm vor.

"José" und "Katia" als Hurrikans eingestuft

Neben "Irma" hat ein weiterer Sturm über dem Atlantik an Kraft gewonnen. Der Tropensturm "José" erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde und gilt damit inzwischen auch als Hurrikan. Das teilte das Nationale Hurrikanzentrum in Miami mit.

Im Golf von Mexiko hat sich der Wirbelsturm "Katia" geformt. Auch er wurde mittlerweile zum Hurrikan. Die mexikanische Regierung gab eine Warnung heraus. Prognosen zufolge dürfte sich "Katia" an diesem Donnerstag weiter auf die Küste zubewegen.

gri/haz (afp, dpa, ape)

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