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Kultur

Hurrikan "Dean" nimmt zweiten Anlauf

Nach seinem Zug über die mexikanische Halbinsel Yucatan bewegt sich der Hurrikan "Dean" ein zweites Mal auf das mexikanische Festland zu.

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Häuser werden in Mexiko sturmsicher gemacht

Die Ausläufer des Sturms mit starken Winden und schweren Regengüssen trafen bereits am Mittwochmorgen (22.8.07, Ortszeit) in den Küstengebieten des Bundesstaates Veracruz am Golf von Mexiko ein. Das Zentrum des Sturms, das Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern entwickelte, wurde nach Berechnungen der Meteorologen um die Mittagszeit erwartet. Schon am Mittwochmorgen hatten sintflutartige Regenfälle im Bundesstaat Veracruz, in Campeche, Tabasco, Oaxaca und Tamaulipas zu Überschwemmungen geführt.

"Dean" ist erneut stärker geworden, weil er über den Golf von Mexiko gezogen ist. Dort ist das Wasser durchschnittlich 28 Grad warm und versorgt den Hurrikan mit neuer Energie. Die Hurrikanstufe 5 wird "Dean" nach bisherigen Vorhersagen allerdings nicht mehr erreichen.

Atomkraftwerk in Gefahr

Vor allem in Gebirgsregionen kommt es regelmäßig zu Erdrutschen
und Schlammlawinen, die Straßen zerstören und Häuser unter sich
begraben. Für die gesamte Küste von Veracruz, wo sich das einzige Atomkraftwerk Mexikos befindet, wurde eine Hurrikanwarnung herausgegeben.

Wie der US-Nachrichtensender CNN meldete, wird das Abschalten des Atomkraftwerks vorbereitet. Heftige Winde könnten Hochspannungsmasten beschädigen, die den Strom aus der Anlage transportieren. Das Kernkraftwerk versorge weite Teile des Nordens von Mexiko mit Energie. Zahlreiche Bewohner wurden aus gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht.

Präsident koordiniert den Einsatz

In Quintana Roo und Campeche begannen die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden, die der Wirbelsturm dort hinterlassen hat. Präsident Felipe Calderon war am Abend zuvor auf der Halbinsel Yucatan eingetroffen, um die Arbeiten zu koordinieren. Nach Angaben des Gouverneurs von Quintana Roo, Felix Gonzalez Canto, wurden die Hütten von 15.000 Familien beschädigt oder zerstört. Verwüstet wurden auch die landwirtschaftlichen Felder entlang der Sturmschneise in Quintana Roo und Campeche.

Mexikos Präsident äußerte sich besorgt über das Schicksal einiger
Maya-Siedlungen auf Yucatan. "Wir müssen wissen, was in abgelegeneren Gemeinschaften geschehen ist", sagte der Politiker. Die Maya-Ruinen in Tulum an der Karibikküste, etwa 130 Kilometer südlich von Cancun, hätten den Sturm gut überstanden, die Stadt selbst sei dagegen stark in Mitleidenschaft gezogen worden, berichteten Anwohner. Nach Berichten örtlicher Behörden ist ein Drittel der Hotels und der Strandhütten beschädigt.

Am Dienstagmorgen war "Dean" als Hurrikan der Höchstkategorie 5 mit Sturmgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern auf die Karibikküste der Halbinsel Yucatan geprallt. Er hatte sich dann aber rasch abgeschwächt. Nach Angaben der mexikanischen Regierung gab es keine Toten. Bei seinem Weg durch die Karibik hatte "Dean" nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN zuvor jedoch mindestens neun Menschen in den Tod gerissen. (kas)

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