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Fußball

HSV bleibt Bundesliga-Dino

Die Bundesliga-Uhr im Hamburger Stadion darf weiterlaufen: Der HSV setzt sich in der Relegation gegen Greuther Fürth knapp durch und schafft den Klassenerhalt. Fürth bleibt in der 2. Liga.

Der Hamburger SV bleibt in der Fußball-Bundesliga. Den Hansestädtern reichte im Relegations-Rückspiel beim

Zweitliga-Dritten

SpVgg Greuther Fürth ein 1:1 (1:0). Im

Hinspiel

hatte der Tabellen-16. der abgelaufenen Bundesliga-Saison nur ein 0:0 gegen die Franken geschafft. Der für den HSV entscheidende Treffer gelang Pierre-Michel Lasogga bereits in der 14. Minute. Der Ausgleich der Fürther durch Stephan Fürstner (59.) reichte nicht. Damit sind die Hamburger weiterhin der einzige Club, der seit der Einführung der Bundesliga 1963 ununterbrochen erstklassig ist. Die Fürther verpassten hingegen den sofortigen Wiederaufstieg.

Ebenbürtige Gegner

Beide Mannschaften kamen entschlossen aufs Feld, doch in den ersten Minuten konnten zunächst die Gäste ihre fußballerische Überlegenheit umsetzen. Im Gegensatz zum Hinspiel machte der HSV das Spiel, wirkte ballsicher und erspielte sich eine Vielzahl von Chancen. Der frühe Treffer von Lasogga gab den Hamburgern noch mehr Sicherheit im Spielaufbau. Sein Kopfball schlug unhaltbar für Keeper Wolfgang Hesl in den linken oberen Winkel ein. Die Fürther spielten zwar weiter mutig nach vorne, doch zwingende Chancen konnten sie sich kaum erarbeiten. Einzig Ilir Azemi hatte in der 40. Minute die Chance zum Ausgleich - der Ball ging wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Das Chancenverhältnis im ersten Durchgang mit 9:4 für den HSV sprach für eine gerechte 1:0-Halbzeitführung der Hamburger.

Hamburgs Marcell Jansen (r.) und Fürths Nikola Djurdijk (l.) kämpfen im Kopfballduell um den Ball (Foto: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images)

Kopfballduell: Marcell Jansen (r.) vom Hamburger SV und Nikola Djurdijk (l.) von Greuther Fürth

Der Erstligist blieb auch nach dem Seitenwechsel gefährlich: In der 53. Minute hatte Lasogga nach einem Freistoß von Hakan Calhanoglu das 2:0 auf dem Kopf, doch Hesl im Tor der Fürther hielt prächtig. Die Gastgeber mussten das Spiel machen, suchten den Weg nach vorne und wurden belohnt: Nach einem klugen Pass von Zoltan Stieber spitzelte Fürstner den Ball zum 1:1 über die Linie. Ein Treffer fehlte den Fürthern noch, jetzt wurde es richtig spannend. Auf beiden Seiten häuften sich die Fehler, doch während Fürth immer stärker wurde, verlor der HSV seinen Spielfluss. Die SpVgg spielte Angriff um Angriff und hatte in der 88. Minute durch Azemi die größte Möglichkeit zum Sieg. Doch dem Fürther Stürmer versprang fünf Meter vor der Linie der Ball. Kurz danach köpfte Goran Sukalo nach einer Ecke knapp über den Hamburger Kasten, so blieb es am Ende beim 1:1. Damit darf der HSV nach der

schlechtesten Saison

seiner Vereinsgeschichte weiter in der 1. Liga spielen und muss die Uhr im heimischen Stadion, die die Zeit seiner Bundesliga-Zugehörigkeit anzeigt, nicht anhalten.

Erleichterung und Enttäuschung

Nach dem Schlusspfiff fielen die Reaktionen der Trainer und Spieler im ARD-Fernsehen höchst unterschiedlich aus. So analysierte Mirko Slomka, der Trainer des HSV: "Das war die knappste aller möglichen Entscheidungen. In der ersten Halbzeit haben wir es sehr, sehr gut gemacht, in der zweiten Halbzeit kam nach dem 1:1 der Frust dazu." Der Hamburger Torschütze Lasogga meinte, man habe zwar keine Meisterschaft gewonnen, aber das seien unglaubliche Emotionen. Dagegen saß bei den Fürthern die Enttäuschung tief. "Direkt nach dem Spiel tut das unheimlich weh, weil sich die Mannschaft für den großen Aufwand und das fußballerisch gute Spiel nicht belohnt hat", gab Trainer Frank Kramer zu. Und Keeper Hesl sagte: "Ich habe eigentlich keine Worte dafür. Wir waren in zwei Spielen die bessere Mannschaft, haben aber kein Glück gehabt."

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