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Fußball

Hope Solo beschuldigt Sepp Blatter

Hat der ehemalige FIFA-Präsident der US-Fußballerin Hope Solo an den Hintern gefasst? "Das ist lächerlich", wehrt sich Blatter. Für die betroffene Olympiasiegerin ist es das allerdings überhaupt nicht.

Schweiz Zürich FIFA Ballon d'Or Gala 2012 Hope Solo und Sepp Blatter (Getty Images/C. Koepsel)

Fasste Blatter (r.) der Fußballerin Hope Solo (l.) kurz vor diesem Foto an den Hintern?

Die nächste unangenehme Schlagzeile für Sepp Blatter: In einer portugiesischen Zeitung berichtet die amerikanische Fußballerin Hope Solo, dass ihr der damalige FIFA-Präsident an den Hintern gefasst habe. Der Vorfall soll sich bei der Zeremonie des FIFA Ballon d'Or Awards im Januar 2013 ereignet haben. Kurz bevor die beiden die Bühne bestiegen haben, hätte sich Blatter ihr genähert, berichtet Solo. "Sepp Blatter begrabschte meinen Hintern, kurz bevor ich auf die Bühne ging. Es war sexuelle Belästigung, aber alles war ganz normal", sagte Solo dem Blatt Expresso.

Blatter: "Lächerlich"

Ein Manager der Fußballerin bestätigte den Vorwurf seitens Solo. In einem Post auf Instagram hatte sie bereits am 17. Oktober ihren Respekt für die "mutigen Frauen in Hollywood" bekundet, die im Rahmen der #Metoo-Kampagne an die Öffentlichkeit gingen. Damals hatte sie ihren Fall noch nicht öffentlich gemacht. Der tief gefallene ehemalige Chef des Weltfußballs widersprach den Vorwürfen, die er "lächerlich" nannte. Die von Solo genannten Vorgänge hätten nicht stattgefunden.

Im britischen "Guardian" beschrieb Solo die Situation bei der Preisverleihung. Hope Solo, die damals ihre amerikanische Kollegin Abby Wambach ehrte, war "komplett schockiert und neben mir". Doch die Show hätte weitergehen müssen: "Ich musste mich schnell zusammenreißen und meine Mannschaftskameradin mit der größten Auszeichnung ihrer Karriere ehren. Ich wollte diesen Moment mit ihr feiern und habe meine Aufmerksamkeit schnell auf sie verlagert."

Solo ermutigt andere Frauen

Die zweifache Olympiasiegerin will mit gutem Beispiel voran gehen und im Zuge der #Metoo-Kampagne weitere Frauen zum Gang an die Öffentlichkeit bewegen. "Über meine ganze Karriere hinweg habe ich Vorfälle wie diesen gesehen", sagte sie dem "Guardian". "Ich würde mehr Frauen sehen, die öffentlich von ihren Erfahrungen berichten."

jw/tk (mit Guardian, AFP, AP)

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