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Aktuell Asien

Hongkong: Chance auf Reform "gleich null"

Ungeachtet aller Proteste will China in seiner Sonderwirtschaftszone Hongkong keine freien Wahlen mit einer offenen Kandidaten-Nominierung erlauben. Doch auch die Demonstranten bleiben standhaft.

Der Verwaltungschef von Hongkong, Leung Chun Ying, hat den Demonstranten wenig Hoffnung auf Änderung der Wahlvorschriften gemacht. Die Chancen, dass die kommunistische Führung in Peking ihren Beschluss, bei der Wahl des Hongkonger Verwaltungschefs 2017 nur vorab bestimmte Kandidaten zuzulassen, ändere, seien gleich null, sagte Leung in einem Fernsehinterview mit dem lokalen Sender TVB.

Leung Chun Ying (Foto: picture alliance)

Leung Chun Ying

Die Regierung werde sich weiter um Gespräche mit den Studenten bemühen. Ihre Bewegung sei aber außer Kontrolle geraten. Die letzten Wochen hätten gezeigt, dass es leicht sei, eine Massenbewegung zu starten, aber schwierig, sie wieder zu beenden, so Leung. Die Blockade von zentralen Teilen der Wirtschaftsmetropole könne nicht unendlich weitergehen.

Straßenblockaden dauern an

Gegner der Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone harrten derweil weiter am Sonntag in etwa 200 Zelten auf der Gloucester und Harcourt Road im Geschäfts- und Verwaltungsbezirk aus. Die Proteste waren zwischenzeitlich abgeflaut. Am Wochenende zogen jedoch wieder mehr Demonstranten für mehr Demokratie auf die Straße.

Bei einem Treffen mit dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang am Freitag in Berlin mahnte Bundeskanzlerin Angela Merkel eine friedliche Lösung des Konflikts in Hongkong an. Li verwies jedoch darauf, Hongkong sei ein Teil Chinas - und der Konflikt damit eine interne Angelegenheit des Landes.

wa/haz (rtr, dpa)

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