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Reise

Hiddensees Asta-Nielsen-Haus wird saniert

Es ist eins von vier Rundhäusern, die der Berliner Architekt Max Taut in den Zwanziger Jahren auf der Insel bauen ließ. Nach Jahren des Verfalls wird das denkmalgeschützte Sommerhaus der Stummfilm-Diva saniert.

Könnten die Wände sprechen, so würden sie sicher viele Geschichten erzählen. Etwa von den Sommermonaten, die Asta Nielsen ab 1929 hier verbrachte und in denen sie oft Künstler wie Heinrich Georges, Joachim Ringelnatz oder Gerhart Hauptmann um sich gesellte. Sie verfestigten Hiddensees Ruf als Künstlerinsel. Mit der Sanierung des Hauses ab Mitte Juni werde nun, so Kurdirektor Alfred Langemeyer, ein weiterer Teil der Geschichte Hiddensees erlebbar.

Nielsen, die ihre größten Erfolge zwischen 1910 und Anfang der 1920er Jahre feierte, war nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in ihre dänische Heimat zurückgekehrt. Das unbenutzte Haus blieb jahrzehntelang im Besitz der Erben, bis sie es im Frühjahr 1989 - ein gutes halbes Jahr vor dem Fall der Mauer - für damals 5000 Mark an die Gemeinde verkauften.

Die Bausünden am Haus, die nach der Wende enstanden, sollen nun beseitigt und das Haus nach dem Originalvorbild wiederhergestellt werden. Bereits Ende des Jahres soll im Untergeschoss des Hauses eine Ausstellung zu Asta Nielsen und dem Architekten Max Taut eröffnen.

ej/at (DPA)