1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Heynckes wird neuer Bayern-Trainer

Die Spekulationen haben ein Ende: Jupp Heynckes kehrt zum FC Bayern München zurück. Unlängst als Wunschkandidat von Präsident Hoeneß geadelt, tritt Heynckes die Nachfolge von van Gaal an – und steht vor großen Aufgaben.

Jupp Heynckes (Foto: AP)

Der Altmeister ist zurück: Jupp Heynckes

Er kehrt zurück: Trainer-Veteran Jupp Heynckes arbeitet ab Sommer wieder an seiner alten Wirkungsstätte, der Säbener Straße in München. Dort, am Trainingsgelände des erfolgreichsten deutschen Fußballvereins, ist man sich sicher, nun den richtigen Nachfolger für den zum Saisonende scheidenden Louis van Gaal gefunden zu haben. "Jupp Heynckes war unser Wunschkandidat", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge. "Ich bin überzeugt, dass wir mit Jupp Heynckes eine erfolgreiche Zusammenarbeit haben werden." Der 65-Jährige tritt am 1. Juli seinen Posten als Cheftrainer beim deutschen Fußball-Rekordmeister an und erhält einen Zweijahresvertrag.

"Eine reizvolle Aufgabe"

Jupp Heynckes am Ball (Foto: AP)

Heynckes weiß noch immer mit dem Ball umzugehen

Heynckes wird damit zum dritten Mal Trainer bei den Bayern. Bereits von 1987 bis 1991 und 2009 hatte er den Job beim renommiertesten deutschen Club inne. "Ich war bereits zweimal Trainer beim FC Bayern und habe dabei immer das Klima geschätzt, in dem dort gearbeitet wird", sagte Heynckes, der derzeit noch bei Liga-Rivale Bayer 04 Leverkusen angestellt ist. Mit der Tatsache, dass in München ein höherer Erfolgsdruck herrscht, kann der erfahrene Coach umgehen: "Ich sehe dabei aber eine reizvolle Aufgabe, der ich mich zusammen mit der Mannschaft in den kommenden zwei Spielzeiten gerne stellen möchte", meinte Heynckes, der stets ein enger Vertrauter von Bayern-Präsident Uli Hoeneß war und die Strukturen beim FC Bayern München schätzt: "Ganz abgesehen von den guten persönlichen Beziehungen zu den Verantwortlichen des FC Bayern hat mir immer imponiert, wie professionell dieser Klub geführt wird."

Zum Erfolg verpflichtet

Heynckes wird die Mannschaft von Louis van Gaal übernehmen, der die Bayern im Sommer nach zwei Jahren vorzeitig verlässt. Nach einer enttäuschenden Saison ohne Titelgewinn wird erwartet, dass der neue Trainer das Starensemble wieder in die Erfolgsspur zurückführt. "Natürlich ist man als Bayern-Trainer gewissermaßen zum Erfolg verpflichtet", sagte Heynckes, der trotz dieser hohen Erwartungshaltung von seiner "großen Liebe" FC Bayern München spricht. Die rasche Verpflichtung von Heynckes verschafft den Bayern nun mehr Planungsspielraum für die kommende Saison. Wichtige Entscheidungen stehen an. So laufen die Verträge von Nationalstürmer Miroslav Klose, Hamit Altintop, Andreas Ottl sowie der beiden Torhüter Thomas Kraft und Jörg Butt im Sommer aus. Zudem steht bekanntermaßen Nationaltorhüter Manuel Neuer vom FC Schalke auf der Münchner Wunschliste für Neuzugänge ganz weit oben. Man darf davon ausgehen, dass die Personalplanungen für die kommende Saison bei den Bayern nun forciert werden.

Arturo Vidal (l.) gegen Bastian Schweinsteiger (Foto: AP)

Für Jupp Heynckes wird das Duell zwischen aktuellem und neuem Arbeitgeber keine leichte Partie.

Showdown am 17. April

Für Heynckes werden die verbleibenden sieben Spieltage der laufenden Saison zu einer emotionalen Zerreißprobe: Denn mit Leverkusen kämpft er gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber um einen Champions-League-Platz. Am 17. April kommt es in München zum direkten Duell der beiden Teams. Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler vertraut seinem Coach: "Jupp Heynckes wird alles dafür tun, dass wir in dieser Saison in die Champions League kommen und am Ende Bayer vor den Bayern liegt."

Heynckes Wechsel zum Saisonende ist eine weitere Trainer-Rochade in dieser turbulenten Bundesliga-Saison. Zehn Trainer wurden in dieser Spielzeit bereits beurlaubt oder entlassen. Dazu kommen die Trainer, deren Abgänge zum Saisonende schon feststehen: Louis van Gaal, Robin Dutt – und eben Jupp Heynckes.

Autor: Joscha Weber (mit sid/dpa)

Redaktion: Sabine Faber

Die Redaktion empfiehlt