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Fußball

Hannover 96: Mit Stendel in Würde absteigen

Einen Tag nach der Trennung von Thomas Schaaf steht mit dem ehemaligen Stürmer Daniel Stendel ein neuer Trainer für Hannover 96 bereit. Der Ex-Profi kommt nur für sechs Spiele. Die Erwartungen an ihn sind gering.

Interims-Trainer Daniel Stendel will sich als Nachfolger des beurlaubten Thomas Schaaf bei Hannover 96 mit Anstand aus der Fußball-Bundesliga verabschieden. "Ich will die Jungs dazu bringen, alles aus sich herauszuholen, mit Mut und Leidenschaft zu spielen", sagte Stendel am Montag, seinem 42. Geburtstag, bei seiner Vorstellung: "Ich habe Bock, Hannover 96 wieder in die positiven Schlagzeilen zu führen."

An den Klassenerhalt des abgeschlagenen Tabellenletzten scheint Stendel aber nicht mehr zu glauben. "Die Tabelle können wir alle lesen", sagte er zu den zehn Punkten Abstand auf den Relegationstang 16: "Das ist nicht das, was mich primär beschäftigt." Sein Ziel sei es vielmehr, eine Mannschaft auf den Platz zu bringen, mit der sich die Fans wieder identifizieren könnten. "Es geht jetzt darum, mal die Ärmel hochzukrempeln und sich durchzubeißen", sagte Stendel.

Neuanfang in Liga zwei

Schaaf war am Sonntag nach zehn Niederlagen in elf Spielen in Hannover beurlaubt worden. Stendel ist bei den 96-Fans kein Unbekannter, von 1999 bis 2006 schoss er in 184 Spielen 43 Tore für die "Roten" und erarbeitete sich den Ruf eines Kämpfers. Am Montag leitete er sein erstes Training bei den Profis, am Freitag wird er in Berlin gegen Hertha BSC erstmals auf der Bank sitzen.

Nach den sechs ausstehenden Bundesliga-Spielen soll Stendel erneut die A-Junioren des Klubs übernehmen, für den Neuanfang - wohl in der 2. Liga - suchen die Hannoveraner einen neuen Trainer, wie Geschäftsführer Martin Bader am Montag bestätigte: "Daniel Stendel bleibt bis Saisonende. Wir machen uns parallel Gedanken, wer dann in der neuen Saison Cheftrainer wird."

asz/sn (sid, dpa)

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