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Kunst

Hamburger Kunsthalle erstrahlt in neuem Glanz

Mehr Platz für Kunst und ein neues Foyer: Die Hamburger Kunsthalle, eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Deutschlands, wurde modernisiert. Besucher können sich das einen Monat lang anschauen, ohne Eintritt zu zahlen.

Kunst und der Blick hinab, in die Eingangshalle der Hamburger Kunsthalle (Foto: dpa)

Nobel: Kunst und der Blick hinab, in die Eingangshalle

Die Hamburger Kunsthalle öffnete am Samstag nach 17-monatiger Modernisierung wieder ihre Türen. Während dieser Zeit wurden der Gründungsbau von 1869 und der neoklassizistische Erweiterungsbau von 1919 auf einen neuen Stand gebracht.

Nach 100 Jahren wird nun der historische Haupteingang der Kunsthalle wiederbelebt: Er ist jetzt zentraler Eingangsbereich für alle Gebäudeteile. Der bislang separate Eingang der "Galerie der Gegenwart", die 1997 eröffnet wurde, ist künftig geschlossen und wurde zugunsten eines Raumes für zeitgenössische Kunst mit dem Titel "Neuland" umgestaltet, der internationalen Gegenwartskünstlern Raum für neue Werke bieten soll. Den Anfang macht für ein Jahr die südkoreanische Künstlerin Haegue Yang.

Glasdach der Hamburger Kunsthalle (Foto: dpa)

Das Glasdach der Hamburger Kunsthalle

Rundgang durch alle Epochen

Erstmals ist nun auch ein Rundgang durch alle Epochen von den Alten Meistern bis zur Kunst der Gegenwart möglich. "Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen", sagt Kunsthallen-Direktor Hubertus Gaßner. "Es gibt keinen Raum vom tiefsten Kellergeschoss bis zum höchsten Dachstuhl, der nicht umgestaltet wurde." Dazu gehören vor allem die erneuerten und erweiterten Sammlungsbereiche. Ab jetzt gibt es ein zentrales Foyer mit Servicebereich. Auch das Depot wurde saniert.

Neue Räume für das Wissen

Außerdem entstanden in der Hamburger Kunsthalle neue Räume für Bildung und Vermittlung sowie ein großer Veranstaltungssaal. Auch hinter den Kulissen sei viel gearbeitet worden. "Unter den Fußböden und hinter den Wänden wurde schließlich auch alles erneuert", erläutert Gaßner mit Blick auf Sicherheitssysteme, Schallschutzdämmung oder Lichtsysteme. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 22 Millionen Euro. In der modernisierten Kunsthalle seien mehr Kunst und Skulpturen zu sehen als je zuvor, freut sich der Direktor.

Statuen in der Rotunde der Hamburger Kunsthalle (Foto: dpa)

Statuen in der Rotunde

Freier Eintritt zum Neuanfang

Zur Wiedereröffnung gewährt das Museum Besuchern einen Monat lang freien Eintritt und bietet bis Ende Mai ein besonderes Programm an, mit vier Wochen über jeweils eine Kunstepoche. Den Auftakt macht die Sammlung der Gegenwart. Darauf folgen die Klassische Moderne, die Alten Meister und das 19. Jahrhundert.

Die Kunsthalle zwischen Alster und Hauptbahnhof wurde vor bald 150 Jahren eröffnet und besitzt eine umfassende Sammlung vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

kk/ld (epd, dpa)

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