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Nahost

Hamas-Zelle angeblich zerschlagen

Der israelische Geheimdienst hat offenbar elf mutmaßliche Hamas-Terroristen in Palästina festgenommen. Angeblich hatten sie Selbstmordanschläge auf Israel geplant.

Die elf Palästinenser seien bereits im vergangenen Monat in der größten palästinensischen Stadt Hebron festgenommen worden, berichtete der israelische Rundfunk. Es sei danach aber sofort aus ermittlungstaktischen Gründen eine Nachrichtensperre verhängt worden, die jetzt aufgehoben wurde. Die in der geteilten Stadt im Westjordanland operierende Zelle "war mit der Planung mehrere Attacken befasst, darunter Selbstmordanschläge", hieß es in einer Pressemitteilung des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet.

Mitglieder der Gruppierung hätten im Verhör gestanden, Selbstmordanschläge auf Israelis im besetzten Westjordanland geplant zu haben, hieß es. Es seien Sprengsätze und Waffen gefunden worden. Bei den beiden 20 und 28 Jahre alten Hauptverdächtigen handele es sich um Aktivisten der radikalen Palästinenserorganisation Hamas. Sie hätten zugegeben, dass im Dezember ein Anschlag auf den Außenposten radikaler jüdischer Siedler am Hügel Tal Rumeida in der Altstadt von Hebron misslungen sei. Die Palästinenser hätten einen Sprengsatz bei dieser Kleinsiedlung zünden wollten, um israelische Soldaten anzulocken. Danach sollte dort eine weitere starke Sprengfalle detonieren", so der Geheimdienst weiter.

Foltervorwürfe gegen Schin Bet

Das Öffentliche Komitee gegen Folter in Israel hatte Schin Bet und israelischen Sicherheitskräften in der vergangenen Woche vorgeworfen, im Jahre 2014 in 85 Fällen Gefangene gefoltert oder misshandelt zu haben. Insbesondere nach der Entführung und dem Mord an drei israelischen Jugendlichen im Westjordanland im Juni und nach einer anschließenden Festnahmewelle von Hamas-Mitgliedern sei es zu deutlich mehr Verstößen gekommen. Israels Inlandsgeheimdienst Schin Bet wies die Vorwürfe zurück.

pab/gnf (dpa, afp)