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Wirtschaft

Gute Zahlen von der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr ein glänzendes Ergebnis erwirtschaftet. Vorstandssprecher Ackermann wurde zudem trotz Mannesmann-Prozess zum Vorstandschef berufen und sein Vertrag verlängert.

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Mit Rückenwind auf den neuen Posten

Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, wie die Bank am Donnerstag (2.2.2006) in Frankfurt am Main mitteilte. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erreichte zudem sein selbst gestecktes Ziel von 25 Prozent Eigenkapitalrendite 2005 und übertraf es mit 26 Prozent sogar leicht.

Neuer Mannesmann-Prozess zu erwarten

Am Mittwoch bereits hatte der Aufsichtsrat des größten deutschen Geldhauses den Vertrag des 57-jährigen Ackermann bis 2010 verlängert und ihn mit sofortiger Wirkung zum Vorsitzenden des Vorstandes berufen. Damit stärkte das Kontrollgremium dem bisherigen Vorstandssprecher demonstrativ den Rücken, nachdem der Bundesgerichtshof entschieden hatte, dass der Mannesmann-Prozess neu aufgerollt werden muss. Ackermann wird deswegen wohl erneut vor Gericht stehen.

Ackermann zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, die erfreuliche Entwicklung auch im laufenden Jahr fortführen zu können. Er kündigte zudem an, in Deutschland mehr als 500 neue Arbeitsplätze in kundennahen Bereichen schaffen zu wollen.

Deutlich besseres Aktienergebnis angekündigt

Der Erfolg sei das Ergebnis der starken Wettbewerbsposition in den Geschäftsfeldern und Märkten der Bank, so der neue Vorstandschef. Im Jahr 2005 habe das Institut erheblich in Wachstumsbereiche und -regionen investiert und werde dies auch weiterhin tun, erklärte Ackermann. Eines der Ziele sei es, eine zweistellige Wachstumsrate beim Ergebnis je Aktie zu erzielen.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um 58 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Im vierten Quartal belief sich das Vorsteuer-Ergebnis auf 1,3 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern lag bei 741 Millionen Euro. Die Dividende soll um 80 Cent auf 2,50 Euro pro Aktie erhöht werden.

Entschädigung für alle Immobilienfonds-Anlager

Nach der Schließung eines offenen Immobilienfonds will die Deutsche Bank entgegen früheren Ankündigungen sämtliche Anleger für entstandene Verluste entschädigen. "Wir haben hierfür im Jahresabschluss 200 Millionen Euro zurückgelegt", sagte Ackermann in Frankfurt. Ursprünglich sollten nur Anleger, die in den zwei Jahren vor der Schließung Anteile erworben hatten, einen Ausgleich erhalten. Die Fonds-Immobilien werden derzeit neu bewertet. Das Management der Fondsgesellschaft bereitet laut Ackermann die Wiedereröffnung des Immobilienfonds vor. (kap)

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