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Politik & Gesellschaft

Griechenland setzt auf Einigung bis Februar

Der Schuldenerlass für Griechenland lässt auf sich warten. Jetzt wird bis spätestens zum 13. Februar eine Einigung mit den Gläubigern erwartet. Sie sollen auf 100 Milliarden Euro verzichten.

Symbolbild Griechenland-Euro (Foto: Arno Burgi/lsn)

Griechenland muss jeden Cent umdrehen, um die Staatspleite abzuwenden

Die Verhandlungen Griechenlands mit seinen privaten Gläubigern ziehen sich weiter hin. Die Gespräche würden fortgesetzt, Ziel sei es, den Gläubigern bis spätestens zum 13. Februar ein öffentliches Angebot zu unterbreiten, erklärten Vertreter des griechischen Finanzministeriums in Athen. EU-Währungskommissar Olli Rehn drängte die griechische Regierung, rasch weitere Reformschritte einzuleiten und die Verhandlungen mit ihren Gläubigern über einen Schuldenschnitt rasch abzuschließen.

Die Verhandlungen hatten vor knapp zwei Wochen begonnen. Kern- und Ausgangspunkt der Gespräche: Banken, Versicherer und Hedgefonds sollen freiwillig auf rund 100 Milliarden Euro verzichten, um die Schuldenlast Griechenlands zu verringern.

Streit über den Zinssatz

Gestritten wird darüber, welchen Zinssatz die Gläubiger für ihre neuen Anleihen erhalten. Eine Einigung ist die Voraussetzung für ein zweites Hilfsprogramm für Athen von Euro-Ländern und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Höhe von 130 Milliarden Euro.

Die nun von der Regierung in Athen selbst gesetzte Frist zum 13. Februar soll verhindern, dass Griechenland in die Zahlungsunfähigkeit abrutscht. Tatsache ist: Bis zum 20. März muss das Land Schulden im Wert von 14,4 Milliarden Euro zurückzahlen.

Insgesamt schiebt Griechenland 350 Milliarden Euro Schulden vor sich her. Käme es zu einer Pleite des Landes, würde dies die gesamte Eurozone erschüttern. Hiobsbotschaften aus Athen erschüttern inzwischen seit fast zwei Jahren das Vertrauen der Finanzmärkte in die europäische Gemeinschaftswährung.

haz/se (rtr, afp, dapd)

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