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Aktuell Europa

Griechenland ab 2014 auf Wachstumskurs?

Der deutsche Vertreter im Direktorium der Europäischen Zentralbank, Asmussen, rechnet mit einer wirtschaftlichen Erholung in Griechenland schon in zwei Jahren. Vorausgesetzt, der strikte Sparkurs wird beibehalten.

"Ich erwarte bei Umsetzung des harten Sanierungsprogramms positives Wachstum in Griechenland ab 2014", sagte Jörg Asmussen der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung "Rheinische Post". Ziel sei es, das auf ausländische Geldspritzen angewiesene Land in der Währungsunion zu behalten und ab 2015 schrittweise wieder an die Finanzmärkte zu bringen. "Die Kosten eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone wären unkalkulierbar", ergänzte er.

Das hoch verschuldete Griechenland musste in der europäischen Schuldenkrise schon durch zwei internationale Rettungspakete vor der Pleite bewahrt werden. Erst im März hatten die Länder der Eurozone dem zweiten Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro zugestimmt, das bis 2015 ausgezahlt werden soll.

Günstige Kreditpolitik befristet

Jörg Asmussen (Archivfoto vom November 2011: dapd)

Jörg Asmussen

Der frühere Finanz-Staatssekretär kündigte zugleich ein Ende der günstigen Kreditpolitik der EZB für Banken an. "Wichtig ist, dass die Sondermaßnahmen der EZB nur zeitlich befristet zur Verfügung stehen und niemand aus dem Umstand, dass wir zwei Mal eine solche Refinanzierungsoperation vorgenommen haben, darauf schließen sollte, dass wir dies auch ein drittes Mal tun werden."

Im Dezember und Februar hatten die Währungshüter Europas Geschäftsbanken ermöglicht, sich für den Zeitraum von drei Jahren Geld zum derzeitigen Niedrigzins von einem Prozent zu leihen. Die Banken borgten sich bei den beiden Geschäften insgesamt mehr als eine Billion Euro. Damit sollte eine Kreditklemme verhindert werden.

se/wa (afp, rtr, dpa, dapd)