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Aktuell Europa

Griechen ringen ums Sparpaket

Die Regierungskoalition in Athen findet weiter keinen Konsens beim Sparen. Hauptstreitpunkt sind Massenentlassungen und längere Arbeitszeiten.

"Unsere europäischen Partner … müssen verstehen, dass bestimmte Maßnahmen nicht ergriffen werden können in einer Gesellschaft, die auseinander bricht", sagte der Vorsitzende der Demokratischen Linken, Fotis Kouvelis, nach einem zweistündigen Treffen der Parteispitzen aus der Regierungskoalition. Allerdings sagte er auch: "Die Gespräche werden weitergehen."

Evangelos Venizelos, Vorsitzender der Sozialisten, sagte, die Lage sei schwierig. Immerhin, die beiden linken Parteichefs sind sich einig: Sie lehnen die geforderten Entlassungen von 15.000 Staatsbediensteten bis Ende des Jahres sowie Kürzungen für Niedrigverdienende ab.

Troika unzufrieden

Regierungschef Antonis Samaras braucht allerdings die Zustimmung der beiden Koalitionäre, um die Forderungen der Gläubiger-Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) erfüllen zu können. Denn davon hängt ab, ob die Troika die dritte Tranche über 31 Milliarden Euro aus dem insgesamt 130 Milliarden Euro umfassenden Rettungspaket frei gibt.

Die internationalen Geldgeber fordern von Athen Einsparungen von 11,5 Milliarden Euro, wie sie bei einem Gespräch mit dem griechischen Finanzminister, Ioannis Stournaras, noch einmal deutlich gemacht haben. Dies soll neben den Entlassungen im Staatsdienst durch die Erhöhung des Rentenalters und die Verlängerung der Arbeitszeit auf eine Sechs-Tage-Woche erreicht werden.

fab/haz (dpa,dapd,afp)