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Reise

Gotthard-Tunnel nimmt Regelbetrieb auf

Die Bahn in der Schweiz beginnt am Sonntag (11.12.2016) mit dem regulären Personen- und Güterverkehr durch den neuen Gotthard-Tunnel. Dadurch geht es schneller durch die Schweizer Alpen.

Es beginnt mit dem Eurocity EC 11, der am diesem Sonntag um 6.09 Uhr den Hauptbahnhof von Zürich verlässt. Es ist der erste fahrplanmäßige Personenzug, der etwas später durch den neuen Gotthard-Basistunnel fahren wird. Maximal mit Tempo 200, erst später sollen in dem 57 Kilometer langen Tunnel Tempo 250 erlaubt sein. Um 8.17 Uhr soll der Schnellzug in Lugano an der Alpen-Südseite eintreffen.

Die Reisezeit von Nord nach Süd verkürzt sich dank des neuen Tunnels mit dem Fahrplanwechsel in einem ersten Schritt um 30 Minuten. Ende 2020 könnte es dann eine ganze Stunde Ersparnis sein, wenn der 15 Kilometer lange Ceneri-Tunnel als wichtiges Verbindungsstück nach Süden fertig ist.

Für Reisende verkehren nun erst einmal der EC Zürich-Mailand, der IC Zürich-Lugano und der IC Basel-Lugano im Zwei-Stunden-Takt. Insgesamt sind es rund 50 Personenzüge täglich. Im Dezember 2017 soll eine tägliche Direktverbindung Frankfurt-Mailand durch die Schweiz eingerichtet werden.

Der Gotthard-Basistunnel ist mit gut 57 Kilometern Bahnstrecke der längste Eisenbahntunnel der Welt. Er löst den 1988 eröffneten Seikan-Tunnel als bisherigen Rekordhalter ab. Die Verbindung zwischen den japanischen Inseln Hokkaido und Honshu misst 53,9 Kilometer, davon etwa 23 unter dem Meer. Der drittlängste Eisenbahntunnel ist mit 50,5 Kilometern der 1994 eröffnete Eurotunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und England, bei dem etwa 38 Kilometer unter dem Meer verlaufen.

ak/ch (dpa)