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Kunst

Georgia O'Keeffe, die Pionierin der US-Kunst, gastiert im Kunstforum Wien

Sie gilt als Ikone ihrer Heimat USA. Als Künstlerin wie als Frau hat Georgia O'Keeffe Geschichte geschrieben. Das Kunstforum Wien zeigt ihr Werk in einer großen Ausstellung.

Tierschädel, Wüstenlandschaften, Blumen – rund 100 Arbeiten O'Keeffes (1887-1986) sind ab sofort in der von der Bank Austria privat betriebenen Kunsthalle zu sehen. Die Schau kommt leicht verändert aus London, wo sie bis Ende Oktober in der Tate Modern zu sehen und - selbstredend - ein Publikumsmagnet war. Denn es handelte sich um die bisher größte O'Keeffe-Ausstellung außerhalb der Vereinigten Staaten. Der Fokus lag auf O'Keeffes Schaffen zwischen 1915 und 1963, als über 1000 Kunstwerke entstanden.

Das ist in Wien kaum anders. Auch hier entsprechen die Stationen des Ausstellungsparcours den Schaffensphasen der Künstlerin. Abermals ergänzen Notizen und alte Kataloge die Gemälde, um O'Keeffes Biographie anschaulicher zu machen. Zu sehen sind Fotografien, die ihr Mann Alfred Stieglitz, aber auch andere Fotografen wie Ansel Adams und Paul Strand von ihr machten.

Georgia O'Keeffe im Kunstforum Wien (National Gallery of Art, Washington/Board of Trustees)

Alfred Stieglitz fotografiert die Malerin häufig, hier ein Bild aus dem Jahr 1918

Und auch in Wien darf O'Keeffes berühmtes Gemälde "Jimson Weed/White Flower No.1" von 1932 nicht fehlen, das wie die Nahaufnahme einer weißen Blume wirkt. Im November 2014 für umgerechnet rund 40 Millionen Euro versteigert, erzielte es den höchsten Preis, der bisher für das Werk einer weiblichen Künstlerin gezahlt wurde.

Malerei zwischen Figürlichkeit und Abstraktion

"Männer tun mich als die beste weibliche Malerin ab", sagte Georgia O'Keeffe einmal. "Ich denke, ich gehöre zu den besten Malern." Solche Sätze sind typisch für Georgia O'Keeffee, die sich als Pionierin der amerikanischen Moderne etablierte.

Georgia O'Keeffe im Kunstforum Wien (Georgia O’Keeffe Museum/Bildrecht, Wien)

"Black door with Red" von 1954

Bekannt ist O'Keeffe - neben ihren farbstarken abstrakten Gemälden - für poetische Bilder von ausgebleichten Tierschädeln, dramatischen Wüstenlandschaften und von Blumen und Blütenkelchen, denen eine gewisse Erotik nachgesagt wird. Inspiration fand die Künstlerin vor allem in amerikanischen Landschaften und der Natur im allgemeinen. Ihr Stil bewegt sich zwischen figürlicher und abstrakter Malerei.

Geboren wurde O'Keeffe am 15. November 1887 in Sun Prairie im US-Bundesstaat Wisconsin. Bevor sie zwölf Jahre alt war, hatte sie bereits entschieden, dass sie Künstlerin werden wollte. Den Durchbruch schaffte sie in den frühen 1920er Jahren in New York, wo sie auch ihren Ehemann, den bekannten Fotografen Alfred Stieglitz, kennenlernte. Später verbrachte die Malerin viel Zeit in New Mexico, dessen karge Landschaften Teile ihrer Arbeit prägten.

Georgia O'Keeffe im Kunstforum Wien (Georgia O’Keeffe Museum/Bildrecht, Wien/BKP/The Metropolitan Museum of Art/M. Varon)

Ausgebleichte Knochen, Teile von Tierskeletten tauchen immer wieder in ihren Bildern auf

Mit 80 ging die Malerin auf ihre erste Weltreise, Wolkenformationen hielten Einzug in die Welt ihrer bevorzugten Bildmotive. Georgia O'Keeffe starb am 6. März 1986 im hohen Alter von 98 Jahren. Sie zählt zu den bekanntesten US-amerikanischen Malern des 20. Jahrhunderts.

Die Retrospektive der US-amerikanischen Künstlerin Georgia  O'Keeffe ist, in Kooperation mit der Londoner Tate, im Bank Austria Kunstforum noch bis zum 26.03.2017 in Wien zu sehen.

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