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Wirtschaft

General Motors verschont Werke in Europa

Die Opel-Mutter General Motors (GM) wird bei der Sparrunde in den nächsten Jahren kein Werk in Europa schließen. Das teilte der Konzern nach Gesprächen mit europäischen Arbeitnehmervertretern in Brüssel mit.

Opel-Logo in einem Rückspiegel

15 Produktionsstunden müssen künftig für ein Auto reichen

Das lange als gefährdet geltende Werk in Bochum ist gesichert, dort wird auch der neue Astra gebaut. Allerdings könnten dort Stellen wegfallen. Nach Angaben des Bochumer Betriebsrates sollen von den 4900 Beschäftigten, die in Bochum mit der Montage beschäftigt sind, nach Forderungen von GM Europe rein rechnerisch noch 3200 übrig bleiben. Ab 2010 dürften für die Produktion eines Autos nur noch 15 statt 24 Stunden benötigt werden, sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel der Nachrichtenagentur dpa.

Fragezeichen beim Standort Antwerpen

Opel-Mitarbeiter vor dem Werk in Bochum

Mitarbeiter des Opel-Werkes in Bochum können aufatmen

Die neue Generation des Kompaktwagens Astra wird ab 2010 an vier Standorten gebaut werden, entschied GM Europa. Neben Bochum erhalten die Werke in Gliwice (Polen), Ellesmere Port (England) und Trollhättan (Schweden) den Zuschlag. Das Werk Bochum hat 4900 Beschäftigte, Ellesmere Port 2200, Trollhättan 2150 und Gliwice 2800. Leer geht das Opel-Werk im belgischen Antwerpen aus. Dort sollen Stellen sozialverträglich abgebaut werden, sagte GME-Chef Carl-Peter Forster.

"Das Automobilgeschäft bleibt sehr herausfordernd und GM Europe muss weiterhin auf Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen fokussiert bleiben, um im Wettbewerb effizient zu sein", begründete Forster die Maßnahmen. Die laufende Produktion in Antwerpen werde entsprechend der Nachfrageentwicklung in diesem Jahr reduziert. "Beim Wegfall von Produktionsvolumen entsprechend einer Schicht würden 1400 Mitarbeiter weniger benötigt", teilte GM mit.

Drei Milliarden Euro für die neue Astra-Generation

"Über eine Werksschließung wird nicht gesprochen, allerdings sind Verbesserungen notwendig", meldete der weltgrößte Autobauer. Man werde nach einem angemessenen Produktionsvolumen suchen, bislang gebe es aber noch keine Entscheidung über künftige Aufträge für das Werk in Antwerpen. Das Werk Antwerpen beschäftigt derzeit 4500 Mitarbeiter und baut den Opel Astra als Drei- und Fünftürer, sowie die Caravan-Version und das Cabrio.

Ab der kommenden Woche sollen die Details ausgehandelt werden. Für die Produktion der neuen Astra-Generation will der Konzern nach eigenen Angaben rund 3,1 Milliarden Euro investieren. Die Produktivitätsverbesserung solle bei 30 Prozent liegen. Der Gesamtbetriebsrat begrüßte die Einigung. "Wir haben unser oberstes Ziel erreicht und Werksschließungen verhindert", sagte der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. (wga)

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