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Aktuell Amerika

Geisterschiff vor Alaska versenkt

Als Folge der Tsunami-Katastrophe war der japanische Fischkutter herrenlos über den Pazifik geirrt und nach einem Jahr vor der kanadischen Küste aufgetaucht. Jetzt wurde er von der US-Küstenwache versenkt.

Source News Feed: EMEA Picture Service, Germany Picture Service U.S. Coast Guard Cutter Anacapa crew douses the adrift Japanese vessel with water after a gunnery exercise, 180 miles (about 290 km) west of the Southeast Alaskan coast April 5, 2012. The U.S. Coast Guard opened fire on Thursday on a derelict Japanese fishing vessel washed out to sea by last year's devastating tsunami in a bid to sink it and eliminate a threat to navigation, a spokesman for the agency said. REUTERS/U.S. Coast Guard photo by Petty Officer 2nd Class Charly Hengen/Handout (UNITED STATES - Tags: DISASTER ENVIRONMENT MARITIME) FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS (eingest. sc)

geisterschiff kanada versenkung tsunami

Mit einer Kanone feuerte die US-Küstenwache auf die 50 Meter lange "Ryou-un Maru". Das japanische "Geisterschiff" geriet zunächst in Brand, nahm Wasser auf und bekam Schlagseite. Es sei aber erst nach einer zweiten Salve mit größerem Kaliber gesunken, berichtete ein Sprecher der Amerikaner.

Die "Ryou-un Maru" sollte ursprünglich auf der japanischen Insel Hokkaido verschrottet werden und wurde damals von der Riesenwelle nach dem Erdbeben ohne Fracht ins Meer gerissen. Im März 2012 war es dann gut 200 Kilometer vor der kanadischen Provinz British Columbia vor sich hin gedümpelt. Von dem gigantischen Tsunami waren entlang der Küste Japans insgesamt schätzungsweise fünf Millionen Tonnen Trümmer in den Ozean gespült worden. Der Teppich aus angeschwemmtem Schrott vor der Westküste Nordamerikas ist so groß wie Deutschland und Dänemark zusammen.

Source News Feed: EMEA Picture Service, Germany Picture Service U.S. Coast Guard Cutter Anacapa crew douses the adrift Japanese vessel with water after a gunnery exercise, 180 miles (about 290 km) west of the Southeast Alaskan coast April 5, 2012. The U.S. Coast Guard opened fire on Thursday on a derelict Japanese fishing vessel washed out to sea by last year's devastating tsunami in a bid to sink it and eliminate a threat to navigation, a spokesman for the agency said. REUTERS/U.S. Coast Guard photo by Petty Officer 2nd Class Charly Hengen/Handout (UNITED STATES - Tags: DISASTER ENVIRONMENT MARITIME) FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS (eingest. sc)

Erst in Brand geschossen, dann mit einer stärkeren Salve versenkt: Geisterschiff "Ryou-un Maru"

Ob und wieviel Diesel sich noch in den Tanks des "Geisterschiffs" befand, war nicht bekannt. Die Behörden kamen aber zu dem Schluss, dass ein Versenken des unbeleuchtet und ohne Kommunikationssysteme treibenden Trawlers für den Schiffsverkehr und auch die Umwelt die kleinere Gefahr darstelle.

Eine kanadische Schiffsbesatzung hatte die Bergungsrechte für sich reklamiert. Und die Küstenwache hatte ihr Zeit gegeben, das japanische Schiff ins Schlepptau zu nehmen. An dieser Aufgabe war das 20 Meter lange Fischerboot "Bernice C" aber wohl kläglich gescheitert. Erst danach wurde der Feuerbefehl erteilt.

SC/pg (dapd,dpa)

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