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Politik

G7 will in Finanzkrise alle Register ziehen

Die sieben führenden Industrienationen (G7) wollen im Kampf gegen die globale Wirtschafts- und Finanzkrise eng zusammenarbeiten. Dabei habe die Stabilisierung der Weltwirtschaft "oberste Priorität".

Symbolbild G7 (Quelle: DW)

Im der Abschlusserklärung des Treffens der G7-Finanzminister und Notenbankchefs in Rom heißt es, alle geeigneten Mittel zur Stabilisierung der Märkte müssten ergriffen werden. Über die bisherigen Maßnahmen der Mitgliedsstaaten hinaus sei die G7 darauf eingestellt, jedes weitere Mittel zu nutzen, das geeignet scheine, das volle Vertrauen in das globale Finanzsystem wiederherzustellen. Die G7 wollen zudem verhindern, dass die Krise auf weitere Bereiche überspringt.

G7 gegen Protektionismus

Peer Steinbrück in Rom (Foto: AP)

Steinbrück fordert offene Märkte

Die sieben führenden Industrieländer wollen auch ihr Bekenntnis zu offenen Märkten erneuern. "Die G7 bleiben dem Ziel verpflichtet, protektionistische Maßnahmen zu vermeiden". Die Staatengruppe trete daher weiterhin für einen schnellen Abschluss der sogenannten Doha-Runde über den Abbau von Handelshürden ein. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte mehrfach vor einem aufkeimenden Protektionismus gewarnt. Dabei setzt er auch auf Unterstützung der neuen US-Regierung. "Wir teilen die Ansicht, dass Protektionismus verhindert werden muss", sagte Steinbrück nach einem Gespräch mit seinem amerikanischen Kollegen Timothy Geithner. Berlin und Washington seien sich zudem einig, "dass der Welt-Finanzgipfel am 2. April in London sehr klare Akzente setzen muss, auch und gerade, um Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen", erklärte Steinbrück.

Steinbrück: "Auf einer Linie"

Bei der Regulierung der hoch spekulativen Hedge-Fonds sieht Steinbrück Gemeinsamkeiten mit der neuen US-Regierung und Frankreich. "Ich habe den Eindruck, dass wir mit den Franzosen ziemlich auf einer Linie sind." Viel wichtiger sei aber, dass sich Vertreter der neuen US-Administration geäußert hätten mit "sehr klaren Präferenzen, Hedge-Fonds zu regulieren", sagte Steinbrück.

Lob an chinesische Regierung

Renminbi- und Dollar-Banknoten (Foto: AP)

Wird die chinesische Währung weiter aufgewertet?

Die G7-Minister begrüßen zugleich die Finanzpolitik Chinas und dessen Verpflichtung, sich zu einem flexibleren Wechselkurs zu bewegen. Chinas Währungsmaßnahmen sollten zu einer anhaltenden Aufwertung des Renminbi führen und helfen, ein ausgewogeneres Wachstum in China und in der Weltwirtschaft zu begünstigen. An dem Treffen in Rom nehmen die Finanzminister und Notenbankchefs aus den USA, Deutschland, Japan, Frankreich Großbritannien, Kanada und Italien teil. (wa)

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