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Fußball

Freiburg bleibt Schlusslicht

Zum Auftakt des 21. Spieltages verliert Freiburg gegen Wolfsburg. Im direkten Duell stehen sich die Topklubs Mönchengladbach und Schalke gegenüber. Spitzenreiter Dortmund trifft auf Leverkusen.

Wolfsburgs Petr Jiracek (M.) jubelt nach seinem Treffer zum 3:2 mit Wolfsburgs Makoto Hasebe (r.). (Foto: Nigel Treblin/dapd)

Matchwinner Jiracek (M.)

Der SC Freiburg hätte einen Punkt verdient gehabt, doch am Ende stand der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga mal wieder mit leeren Händen da: Im Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg zum Auftakt des 21. Spieltages unterlagen die Freiburger nach großem Kampf mit 2:3 (2:2).

Der tschechische Neuzugang Petr Jiracek traf gleich zweimal für seinen neuen Arbeitgeber VfL Wolfsburg (5. Minute/61.), auch Marcel Schäfer (14.) war erfolgreich. Auf der anderen Seite konnten Johannes Flum (12.) und Daniel Caligiuri jeweils für Freiburg ausgleichen, doch den dritten Rückstand holte Freiburg nicht mehr auf. In einer torreichen Partie, die mit drei Treffern in den ersten 14 Minuten begann, setzte sich der VfL Wolfsburg am Ende glücklich durch und verbesserte sich vorübergehend auf den achten Platz. Freiburg bleibt mit nun 47 Gegentreffern das Schlusslicht der Liga.

Verfolgergipfel im Fußball-Westen

Mönchengladbach gegen Schalke 04, Vierter gegen Dritter, beste Defensive gegen zweitbesten Angriff. Die Fans der Fußball-Bundesliga blicken am 21. Spieltag vor allem auf das Duell der Verfolger am Niederrhein, bei dem die Statistik klar für die Gastgeber spricht. Denn mit einem 2:1-Sieg gegen Schalke gab Trainer Lucien Favre vor einem Jahr  seinen Einstand bei der Borussia, die ihre letzten drei Heimspiele gegen die Königsblauen mit einem Tor Differenz gewann. Und im Pokal-Achtelfinale im Dezember verlor der DFB-Pokalsieger an gleicher Stelle sogar 1:3. Die Gladbacher sind in 15 Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen, kassierten nur zwölf Gegentore und hoffen auf weiteren Rückenwind nach dem Pokalerfolg unter der Woche bei Hertha BSC (2:0).

Schalke-Trainer Huub Stevens äußerte sich entsprechend respektvoll über den Gegner. "Mein Kompliment an Gladbach, dass sie so wenig Gegentore bekommen. Das zeugt von einer guten Organisation", sagte Stevens, dessen Team 16 von 18 möglichen Punkten in den letzten sechs Runden holte. "Natürlich ist es ein wichtiges Spiel, aber wer am Samstag gewinnt, hat immer noch nichts erreicht, denn danach kommen noch weitere wichtige Spiele."

BVB auf dem Weg zum Double?

Wie der Namensvetter aus Gladbach war auch Borussia Dortmund im Pokal beim Viertligisten Holstein Kiel (4:0) erfolgreich. Der Meister hat nun das erste Double der Vereinsgeschichte im Visier. Damit dieser Traum weiter leben kann, sind drei Punkte im Derby mit Bayer Leverkusen fest eingeplant. Die Westfalen sind zwar seit 14 Runden ungeschlagen, doch treffen sie auf auswärtsstarke Rheinländer. Das Team von Trainer Robin Dutt blieb in den letzten sechs Gastspielen ungeschlagen.

Leverkusens Michael Ballack nimmt auf der Bank Platz. (Foto: Roberto Pfeil/dapd)

Führt Michael Ballacks Weg wieder auf die Leverkusener Ersatzbank?

Dass die bevorstehende Champions-League-Partie in der kommenden Woche gegen den FC Barcelona schon in den Köpfen der Spieler sei und ablenken könnte, glaubt Dutt nicht: "Dortmund ist auch nicht irgendein Durchschnittsgegner, sondern der aktuelle deutsche Meister, der momentan den besten und erfolgreichsten Fußball in Deutschland spielt", sagte Dutt. Zum dritten Mal nacheinander dürfte der ehemalige Nationalspieler Michael Ballack wohl auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen.

Bayern ohne Schweinsteiger

Als krasser Außenseiter reist der abstiegsgefährdete 1. FC Kaiserslautern zum Tabellenzweiten FC Bayern München. Trotz der schwierigen Aufgabe rechnet Trainer Marco Kurz mit einer Überraschung seines Teams beim deutschen Rekordmeister. "Wir werden nicht ehrfürchtig sein und uns gut präsentieren. Auch in München sind Punkte zu vergeben, die man sich erarbeiten kann."

Der FC Bayern hatte sich den Pokal-Erfolg beim VfB Stuttgart (2:0) teuer erkauft. Mittelfeldchef Bastian Schweinsteiger erlitt einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk und fällt mehrere Wochen aus.

Neuer Coach in Hoffenheim 

Portrait Markus Babbel, Trainer 1899 Hoffenheim (Foto: Oliver Lang/dapd)

Markus Babbel soll es in Hoffenheim richten

Mit einem neuen Trainer will 1899 Hoffenheim in der Partie bei Werder Bremen zurück in die Erfolgsspur finden. Nach dem Pokal-Aus gegen den Zweitligisten Greuther Fürth (0:1) hatte sich der Club von Holger Stanislawski getrennt. "Wir schätzen Holger Stanislawski als Menschen und als fachkundigen Trainer. Doch nach einem langen, konstruktiven Gespräch mit ihm sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es besser ist, die Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten zu beenden", erklärte Manager Ernst Tanner. Bereits einen Tag später präsentierte 1899 Hoffenheim einen Nachfolger: Der frühere Hertha-Trainer Markus Babbel wird in der Begegnung des Tabellenachten in Bremen bereits auf der Bank sitzen.

Babbels Nachfolger in Berlin, Michael Skibbe, hat seit seinem Amtsantritt vier Pflichtspiele in Serie verloren. Nach dem K.o. im Pokal trifft die Hertha nun auf den gleichfalls angeschlagenen  VfB Stuttgart. "Das ist sicherlich eine Mannschaft, die einen ähnlich schlechten Lauf hat wie wir", sagte Skibbe. "Aber manchmal sind angeschlagene Boxer oder auch angeschlagene Mannschaften am gefährlichsten. Und ich hoffe, wir sind gefährlicher als die Stuttgarter."

Slomkas Ambitionen

Am Samstag trifft außerdem noch der FSV Mainz 05 auf Hannover 96. Der Tabellensiebte aus Niedersachsen will seinen positiven Trend in Mainz fortsetzen. "Wenn wir auch in der nächsten Saison international spielen wollen, müssen wir öfter auswärts gewinnen", forderte Trainer Mirko Slomka. Bei den Gastgebern ist nach seinem Debüt-Tor beim 1:1 auf Schalke der Ex-Dortmunder Mohamed Zidan erste Wahl.

Abgeschlossen wird der Spieltag mit dem Kellerduell zwischen dem FC Augsburg und dem 1. FC Nürnberg. Auch in der Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV geht es vornehmlich um den Kampf gegen den Abstieg.

Autoren: Olivia Fritz/Arnulf Boettcher
Redaktion: Wolfgang van Kann

Hinweis: Die Deutsche Welle berichtet am Samstag (11.02.2012) in ihrem Live-Stream vom 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga ab 16.05 Uhr MEZ.

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