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Sport

Frankreich siegt verdient gegen Honduras

Der Weltmeister von 1998 feiert mit einem klaren Erfolg gegen unterlegene Honduraner einen gelungenen Start in die WM. Bei der einseitigen Partie kommt erstmals auch die Torlinientechnik entscheidend zum Einsatz.

Im zweiten Spiel des ersten Vorrundenspieltages in Gruppe E hat sich Frankreich mit 3:0 (1:0) gegen Honduras durchgesetzt und wunschgemäß drei Punkte eingestrichen. Die Partie im Stadion von Porto Alegre begann mit einem Kuriosum: Entgegen der üblichen Gepflogenheiten bei einer Weltmeisterschaft wurden keine Nationalhymnen gespielt. Der Grund: Das Audiosystem im Stadion funktionierte nicht so, wie es sollte. Im Spiel war Frankreich von Anfang an die bestimmende Mannschaft. Die Franzosen taten sich gegen sehr tief stehende Honduraner aber lange schwer. Gefahr brachten vor allem Freistöße, die die Hintermannschaft von Honduras durch ihre robuste Gangart immer wieder verursachte. In der 15. Minute kam Blaise Matuidi nach einem Freistoß zu einer Kopfballchance. Honduras' Keeper Noel Valladares lenkte den Ball an die Oberkante der Latte. Acht Minuten später rettete erneut der Querbalken nach einem Kopfball von Antoine Griezmann (23. Minute).

Ruppig wurde es bei einem Zweikampf zwischen Wilson Palacios und Paul Pogba: Palacios foulte Pogba und trat dem am Boden sitzenden Franzosen anschließend mehrfach auf die Beine. Pogba revanchierte sich, indem er mit beiden Füßen auskeilte und Palacios zu Fall brachte. Der brasilianische Schiedsrichter zeigte beiden Akteuren die Gelbe Karte (28.). Das hätte auch Rot für den Franzosen sein können. Danach verflachte die Partie, bis Palacios erneut in das Geschehen eingriff und Pogba beim Abwehrversuch im Strafraum von hinten umrempelte. Der Referee entschied auf Elfmeter und zeigte Palacios die Gelb-Rote Karte (43.). Frankreichs Top-Stürmer Karim Benzema von Real Madrid behielt vom Punkt die Nerven und erzielte das verdiente 1:0 (44.).

Torlinientechnik kommt zum Einsatz

WM 2014 Gruppe E 1. Spieltag Frankreich Honduras Tor 2:0 NUR FÜR BILDERGALERIE

Drin oder nicht? - Erst die Befragung der Torkamera brachte eine Entscheidung: 2:0 für Frankreich

Nach dem Seitenwechsel kam es zu einer WM-Premiere: Als Benzema aus spitzem Winkel den Innenpfosten traf und Valladares den Ball zunächst nicht unter Kontrolle brachte und anschließend von der Linie kratzte, zeigte der Linienrichter ein Tor an. Doch erst die Befragung der Torlinientechnik brachte Klarheit. Der Ball war tatsächlich hinter der Linie, 2:0 für Frankreich (47.). Allerdings gab die FIFA den Treffer nicht Benzema sondern wertete ihn als Eigentor des Torhüters. Benzema musste daher noch eine Weile auf seinen zweiten Turniertreffer warten. Knapp 20 Minuten vor dem Ende des Spiels wurde der 27-jährige Angreifer kam nach einem abgeblockten Weitschuss im Strafraum an den Ball und traf mit einem wuchtigen Schuss zum 3:0 ins lange Eck (72.).

Ein hochverdienter Sieg für die Franzosen, denen die Honduraner - außer dem einen oder anderen harten Foul - nichts entgegen zu setzen hatten. Es war der erste Sieg für die französische Mannschaft bei einer WM seit dem 5. Juli 2006. Damals setzte sich die "Equipe tricolore" im WM-Halbfinale gegen Portugal durch und zog ins Finale von Berlin ein.

Im ersten Spiel der Gruppe E gewann die

Schweiz gegen Ecuador

mit 2:1 (0:1).

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