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Aktuell Deutschland

Formel-1-Fahrer drohen mit Boykott

Alarmstufe Rot bei den Formel-1-Fahrern: Die Piloten haben aus Angst um ihr Leben mit einem Boykott des Deutschland-Rennens auf dem Nürburgring gedroht. Grund sind die schlimmen Reifenplatzer zuletzt in Silverstone.

Mit dem angedrohten Boykott der Fahrergewerkschaft GPDA wird der mit Spannung erwartete Zweikampf zwischen Weltmeister Sebastian Vettel im Red Bull und Silverstone-Sieger Nico Rosberg um den ersten deutschen Heimsieg seit sieben Jahren fast zur Nebensache. Die Angst vor einem fatalen Unfall überwiegt.

Reifenteile werden zu Geschossen

"Wenn du hinter einem Wagen mit 300 Stundenkilometern bist, Teile durch die Luft fliegen und deinen Helm treffen, sind die wie Geschosse. Die killen dich wahrscheinlich", sagte der WM-Zweite Fernando Alonso der Nachrichtenagentur dpa.

Luftaufnahme Nürburgring (Foto: dapd)

Nur wenn es keine neuen Reifenplatzer gibt, wollen die Piloten auf dem Nürburgring starten

Das sei "absolut inakzeptabel", kommentierte der Ferrari-Pilot die Serie von hochgefährlichen Reifenplatzern am vergangenen Wochenende in England. Dort waren in kurzer Zeit bei drei Autos die linken Hinterreifen förmlich explodiert. Kurz vor Ende des Rennens erwischte es ein weiteres Auto. Bereits im Training hatte es denselben Defekt an den Pneus gegeben.

Neue Hinterräder ohne Stahlgürtel

Ausrüster Pirelli kündigte daraufhin nach einer eingehenden Fehleranalyse überarbeitete Reifen für den Großen Preis von Deutschland an diesem Wochenende an. Konkret heißt das: Pirelli will auf dem Traditionskurs in der Eifel überarbeitete Hinterräder mit Kevlar- statt mit Stahlgürtel einsetzen.

Allerdings: Pirelli richtete nach den Reifenplatzern in Silverstone Schuldzuweisungen auch an die Rennteams. Die Hinterreifen seien auf der falschen Seite montiert worden und die Rennställe hätten die Räder mit extremen Sturzwinkeln eingestellt. Zudem sei der Reifendruck ungenau gewesen.

haz/sc (dpa, sid)

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