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Wirtschaft

Ford-Deutschland-Chef: Kein Stellenabbau, aber Kurzarbeit

Die deutschen Werke des US-Autokonzerns Ford sollen von den Stellenstreichungen in Nordamerika nicht betroffen sein. Dort müssen 14.000 Arbeitnehmer gehen. Kurzarbeit sei in Deutschland jedoch nötig.

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"Das Programm hat keine Auswirkungen auf Europa", sagte der Chef der deutschen Ford-Werke Köln, Bernhard Mattes, am Donnerstagabend (28.9.2006) der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf dem Autosalon in Paris. Seit Jahren habe Ford Europa seine Effizienz verbessert und Kosten gesenkt und sei dadurch immer profitabler geworden. Dieser Plan werde fortgesetzt.

14.000 Mitarbeiter in Nordamerika betroffen

Der Ford-Konzern hatte im ersten Halbjahr 2006 wegen der geringen Absatzzahlen für große Geländewagen und Pick-Ups 1,4 Milliarden Dollar Verlust erlitten, den größten Teil davon in Nordamerika. Insgesamt sollen dort 14.000 Mitarbeiter bis 2007 ihre Stellen verlieren. Ford Europa war nach Unternehmensangaben dagegen mit einem Gewinn von 196 Millionen Dollar profitabel.

Das Ford-Werk in Köln sei aber hohem Druck ausgesetzt und müsse seine Produktivität kontinuierlich verbessern, so Mattes weiter. Das Kölner Motorenwerk müsse wegen der Krise der Konzern-Mutter auf dem nordamerikanischen Markt im Dezember auf Kurzarbeit umstellen. "Grund dafür ist die geringere Nachfrage in den USA nach großen Motoren", sagte Mattes, der zugleich Vizepräsident von Ford Europa ist. In Köln werden die Motoren für die Modelle Ranger, Explorer und Mustang produziert.

Mittelklassewagen Mondeo als Kaufanreiz

Beim Autosalon in Paris, der am Samstag (30.9.) beginnt, zeigt Ford den neuen Mittelklassewagen Mondeo, mit dem das Unternehmen in dem hart umkämpften Segment punkten will. Ein Absatzziel für die Limousine, die im Frühjahr 2007 auf den Markt kommt, nannte Mattes nicht. (kap)

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