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Aktuell Asien

Flut erfasst China und Russland

Die heftigsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten: Im Nordosten Chinas wurden hunderttausende Bewohner in Sicherheit gebracht. Mindestens 43 Menschen kamen ums Leben. Auch die Nachbarregionen Russlands melden Land unter.

Bei den schweren Überflutungen sind im Nordosten Chinas mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. In den vergangenen Tagen konnten Rettungskräfte in den Provinzen Jilin, Heilongjiang und Liaoning viele Menschen nur noch tot bergen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zusätzlich fegte der Taifun "Utor" von den Philippinen kommend über die Südostküste Chinas. Mindestens sieben Menschen riss er in den Tod, einige werden noch vermisst.

Allein in der Provinz Jilin waren rund 900.000 Menschen nach schweren Regenfällen von den Fluten betroffen. Davon mussten etwa 100.000 in Notunterkünften untergebracht werden. Die Wassermassen zerstörten oder beschädigten mindestens 35.000 Häuser. Auch zahlreiche Bahnstrecken, Straßen und Brücken wurden demoliert. Der Schaden beträgt umgerechnet insgesamt 870 Millionen Euro.

Die Provinz Jilin steht unter Wasser. Zu sehen sind nur noch der obere Teil der Häuser. Häuser sind zerstört, die Straße nicht mehr benutzbar (Foto: REUTERS)

Die Provinz Jilin unter Wasser

Teile Russlands unter Wasser

Auch die russische Region an der Grenze zu China, rund 6000 Kilometer östlich von Moskau, wurde überschwemmt. Es sollen die schwersten Hochwasser seit 120 Jahren sein. "Am Montag könnte der Amur-Pegel bei der Großstadt Chabarowsk bei 6,50 Meter stehen,

das wären acht Zentimeter mehr als beim Jahrhunderthochwasser 1898", sagte Wjatscheslaw Parschin vom Hydrometeorologischen Amt.

Nahe der Grenze zu China wurden rund 5300 Häuser in mehr als 120 Orten überflutet, sagte Zivilschutzminister Wladimir Putschkow bei einer Videokonferenz mit Präsident Wladimir Putin. Landstriche mit 170.000 Bewohnern wurden evakuiert. Bislang sei niemand ums Leben gekommen.

Präsident Wladimir Putin entsandte Zehntausende Rettungskräfte in die Flutregion. Er kündigte zudem an, die Soforthilfe auf umgerechnet etwa 2,5 Millionen Euro anzuheben. Die Behörden schätzen den Schaden auf Dutzende Millionen Euro.

Entwarnung gegeben die Meteorologen noch nicht. Frühestens Anfang September würden die Überschwemmungen zurückgehen.

nem/SC (dpa, afp, rtr)