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Welt

Flugschreiber von Air-France-Wrack geborgen

Beim Absturz einer Air-France-Maschine an Pfingsten 2009 kamen alle 228 Passagiere ums Leben. Gibt der nun im Atlantik gefundene Flugschreiber neue Aufschlüsse über den Verlauf des Todesflugs?

Flugschreiber (Foto: dapd)

Die Fachleute hoffen, dass der Flugschreiber noch funktioniert

Als Grund für das Unglück wurden seinerzeit fehlerhafte Messungen der Geschwindigkeitssensoren ausgemacht, die möglicherweise in großer Höhe vereist waren. Doch diese allein können nach Einschätzung von Experten den Absturz nicht erklären.

Einer der beiden Flugschreiber kann nun möglicherweise zu neuen Erkenntnisse führen. Das Gerät wurde am Sonntag (01.05.2011) aus 4000 Meter Tiefe im Atlantik geborgen, wie die französische Luftfahrtermittlungsbehörde BEA mitteilte.

Der Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris vor der brasilianischen Küste in den Atlantik gestürzt. Unter den 228 Todesopfern waren auch 28 deutsche Passagiere. Kurz vor dem Absturz war die Maschine durch ein Gewittergebiet geflogen. Dabei kam es zu den Problemen mit der Geschwindigkeitsmessung.

Schäden an der Black Box befürchtet

Wrackteil (Foto: AP)

Ein Wrackteil der Unglücksmaschine

Der Flugschreiber zeichnet unter anderem Höhe, Geschwindigkeit und die Stellung der Steuerungsruder auf. "Unsere Experten sagen uns, dass wir hoffen können, die Daten zu lesen", sagte BEA-Chef Jean-Paul Troadec. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass die sogenannte Black Box durch den Aufprall oder das lange Liegen im Meerwasser beschädigt worden sei.

Der Generaldirektor von Air-France-KLM, Pierre-Henri Gourgeon, sprach von einem "großen Fortschritt" bei der Suche nach der Unglücksursache. Die französische Regierung sieht eine "entscheidende Etappe" der Ermittlungen.

Erst vor wenigen Tagen war beim ersten Tauchgang eines Roboters zu den Anfang April entdeckten Wrackteilen des Flugzeugs bereits die Halterung des Flugschreibers gefunden worden.

Stimmenrekorder fehlt noch

Der Flugschreiber wird zur Auswertung nach Paris gebracht. Dort soll er laut BEA-Chef Troadec in acht bis zehn Tagen eintreffen.

Noch nicht entdeckt wurde indes der Stimmenrekorder des Flugs AF 447. Mit dem Apparat wurden die Gespräche im Cockpit aufgezeichnet. Nach ihm wird weiter gesucht.

Autor: Thomas Grimmer (afp, rtr, dpa)
Redaktion: Walter Lausch

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