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Amerika

Suche nach Absturzopfern eingestellt

Knapp vier Wochen nach dem Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantik hat Brasilien die Suche nach weiteren Leichen eingestellt. Die meisten der Insassen bleiben damit wohl für immer verschollen.

Das Leitwerk des abgestürzten Airbus

Mehr als 600 Trümmerteile wurden aus dem Meer gefischt

Die Suchaktion sei beendet worden, teilte der Sprecher der brasilianischen Luftwaffe, Henry Munhoz, mit. Er verwies darauf, dass die Marine des Landes bereits seit dem 17. Juni kein Opfer der Katastrophe vom Pfingstmontag mehr gefunden habe.

Nach Angaben von Munhoz wurden insgesamt 51 Leichen geborgen. Unter ihnen waren die sterblichen Überreste des französischen Flugkapitäns und eines Stewards sowie dreier deutscher Passagiere. An Bord des Airbus A330, der auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris mitten über dem Meer abstürzte, befanden sich 228 Menschen, darunter 28 Deutsche.

Abgestürzter Airbus F-GZCP

Dieser Airbus A330-200 stürzte Anfang Juni in den Atlantik - kein Insasse überlebte

Wettlauf gegen die Zeit

Über die Ursache des Unglücks herrscht weiter Unklarheit. Deshalb soll nach den Flugschreibern noch einige Tage weiter gesucht werden. Ein französisches U-Boot und zwei von Frankreich gecharterte Spezialboote mit elektronischer Spezialausrüstung durchsuchen ein Gebiet vor der Nordostküste Brasiliens.

Die sogenannte "Black Box" sendet vermutlich noch bis Anfang Juli Signale aus, danach wird sie für immer verstummen. Dies würde ein Auffinden der Flugschreiber unmöglich machen. Die Aufzeichnungsgeräte, die wertvolle Hinweise zur Aufklärung der Absturzursache liefern könnten, liegen vermutlich in 3000 bis 5000 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. (wa/la/afp/dpa/ap/rtr)