Flugbegleiter von Eurowings streiken | Wirtschaft | DW | 22.11.2016
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Wirtschaft

Flugbegleiter von Eurowings streiken

Flugausfälle und Verspätungen: Passagiere an zwei großen Flughäfen in Deutschland sind betroffen. Die Piloten des Mutterkonzerns Lufthansa wollen am Mittwoch in den Ausstand treten - hunderte Flüge wurden abgesagt.

Eurowings (picture-alliance/dpa/Deutsche Lufthansa)

Die Kabinenbesatzung streikt in Hamburg und Düsseldort, wie viele Flieger am Boden bleiben müssen, ist noch unklar

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings hat die Gewerkschaft Verdi die Kabinenbeschäftigten für diesen Dienstag in Hamburg und Düsseldorf zum Streik aufgerufen. An beiden Standorten sollen die Beschäftigten bis 20 Uhr die Arbeit niederlegen.

Wegen des Streiks der Flugbegleiter hat Eurowings gut 60 Flüge abgesagt. Das teilte die Airline auf ihrer Webseite mit. Nicht betroffen seien Eurowings-Langstreckenverbindungen sowie Flüge von Germanwings und Sunexpress.

Trotz mehrmonatiger Verhandlungen habe mit dem Vorstand von Eurowings bislang kein Ergebnis über einen Tarifabschluss erzielt werden können, erklärte Verdi. Bereits im Oktober war es bei der Lufthansa-Tochter zu Streiks gekommen, die allerdings von der Gewerkschaft Ufo ausgerufen worden waren. Die beiden Gewerkschaften konkurrieren um die Vertretung der Kabinenbeschäftigten.

14. Streik bei Lufthansa

Bei der Lufthansa wollen am Mittwoch die Piloten in den Ausstand treten. Die Airline annullierte für diesen Tag mehrere Hundert Flüge. 2124 von rund 3000 geplanten Kurz- und Langstreckenflügen ab Deutschland könnten aber stattfinden, teilte der Konzern mit. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte zuvor zu einem 24-Stunden-Streik aufgerufen. Die VC fordert rückwirkend ab 2012 eine Lohnerhöhung von 3,7 Prozent im Jahr. Die Lufthansa bietet 2,5 Prozent über eine Laufzeit von gut sechs Jahren. Der Arbeitskampf begann im April 2014. Seitdem streikten die Piloten insgesamt 13-mal. Den letzten Ausstand vor 14 Monaten stoppte ein Gericht.

Cockpit hatte am vorigen Mittwoch erneut den Vorschlag des Unternehmens abgelehnt, in eine Schlichtung zu den offenen Gehaltsverhandlungen einzusteigen. Grund sei das viel zu niedrige Gehaltsangebot, das man als Grundlage einer Schlichtung nicht akzeptieren könne, hatte VC-Sprecher Markus Wahl der Deutschen Presse-Agentur gesagt. "Statt nach einer wirklichen Lösung zu suchen, hat Lufthansa so wenig angeboten, um sich für eine folgende Schlichtung bestmöglich aufzustellen."

Appell ging ins Leere

Die Fluglinie hatte vorige Woche versucht, den drohenden Pilotenstreik in letzter Minute abzuwenden. "Es ist noch nicht zu spät für eine Einigung", erklärte das für das Personal zuständige Vorstandsmitglied Bettina Volkens und appellierte an die Pilotengewerkschaft, gemeinsam mit dem Unternehmen in eine Schlichtung zu den offenen Vergütungsfragen zu gehen. Neben der Gehaltsfrage sind auch andere Tarifthemen wie die Betriebsrenten und die Übergangsversorgung nach wie vor ungelöst.

dk/jj/uh (dpa/rtr/afp)