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Flucht aus Afrika

Flüchtlinge stürmen spanische Exklave in Marokko

Knapp 200 Menschen sind auf das Gebiet von Spaniens autonomer Hafenstadt Ceuta an der Spitze Nordafrikas vorgedrungen. Das Rote Kreuz meldet mehrere Verletzte.

Marokko mehr als 180 Migranten stürmen die spanische Exklave Ceuta (Reuters/J. Moron)

Das Rote Kreuz berichtet von knapp 200 zu Versorgenden

Mehrere Dutzend Flüchtlinge aus dem afrikanischen Raum durchbrachen einen Grenzposten des abgezäunten Gebiets. Sicherheitskräfte auf der spanischen und marokkanischen Seite seien von der Aktion überrascht worden. Das Rote Kreuz teilte mit, 186 Personen nach der Grenzstürmung betreut zu haben, vier Flüchtlinge seien in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Grenze zu den beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der Nordküste Marokkos wird mit einem bis zu sechs Meter hohen Zaun gesichert, der oben zusätzlich mit Stacheldraht versehen ist. Afrikanische Migranten versuchen immer wieder, entweder vom Meer aus oder über den Zaun in die Exklaven und damit auf EU-Territorium zu gelangen.

Wenn sie dies geschafft haben, werden die Flüchtlinge entweder in ihre Heimatländer abgeschoben oder auf das spanische Festland gebracht. Von dort aus versuchen viele Migranten, andere EU-Staaten zu erreichen. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums gelangten im ersten Halbjahr 3200 Migranten in die beiden Exklaven, doppelt so viele wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Erst vergangene Woche hatten rund 70 Migranten den Grenzzaun um Ceuta überwunden.

myk/se (rtrd, afp)

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