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Flucht nach Europa

Verletzte nach Sturm auf spanische Exklave Ceuta

Meterhohe Zäune und messerscharfer Stacheldraht: Bei ihrem Versuch von Marokko aus die spanische Exklave Ceuta zu erreichen, wurden zahlreiche Menschen verletzt. Über 200 Flüchtlinge wollten den Grenzzaun stürmen.

Ceuta, spanische Enklave in Marokko - Flüchtlinge (Foto: Reuters/J. Moron)

Erschöpft in Ceuta angekommen: einer der rund 70 Migranten, die es nach Ceuta geschafft haben

Etwa 200 Flüchtlinge haben versucht, den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta zu überwinden. Wie spanische Behörden mitteilten, gelang mindestens 70 Asylsuchenden die Flucht nach Ceuta. Bei dem Tumult wurden am Dienstagsmorgen 18 Menschen leicht verletzt - darunter auch einige Polizisten.

Ceuta, spanische Enklave in Marokko - Flüchtlinge (Foto: Reuters/J. Moron)

Auch der Zaun konnte diese Flüchtlinge am Dienstag nicht stoppen

Mit Drahtschneider und Hammer

Ceuta ist von zwei acht Kilometer langen und sechs Meter hohen Zäunen umgeben. Die Migranten hätten mit Drahtschneidern und Hammern einen Durchgang durch den mit Stacheldraht bewehrten meterhohen Zaun geschnitten, berichtet ein Sprecher der Exklavenverwaltung. Bis zu 1500 Afrikaner kampierten in den umliegenden Wäldern und warteten darauf, dass sich eine Gelegenheit zum Sturm auf den Grenzzaun ergebe, sagte der Sprecher.

Ceuta, spanische Enklave in Marokko - Flüchtlinge (Foto: Reuters/J. Moron)

Das Schicksal derer, die es über den Zaun geschafft haben, ist unklar

Hoffnung auf Asyl

Der Vorfall am frühen Dienstagmorgen ist kein Einzelfall: Immer wieder versuchen Afrikaner vom Meer aus oder über den Zaun in die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika zu gelangen, um so einen Asylantrag in der EU zu stellen. Wenn sie dies geschafft haben, werden die Flüchtlinge entweder in ihre Heimatländer abgeschoben oder auf das spanische Festland gebracht. Von dort aus versuchen viele Migranten, andere EU-Staaten zu erreichen. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums gelangten im ersten Halbjahr 3200 Migranten in die beiden Exklaven, doppelt so viele wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Erst im Mai hatten rund 300 Migranten einen Durchbruch versucht, rund 100 von ihnen gelangten auf spanisches Gebiet.

pab/uh (afp, rtr)

 

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