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Aktuell Kultur

Filmemacher Glawogger ist tot

Der österreichische Filmemacher Michael Glawogger ist bei Dreharbeiten in Liberia an Malaria gestorben. Der 54-Jährige war seit Dezember 2013 mit seinem Filmteam auf Weltreise, um eine neue Dokumentation zu drehen.

Glawogger hat sich mit Dokumentarfilmen über die Globalisierung und deren negativen Folgen einen Namen gemacht. Zu seinen bekannten Werken zählen "Megacities" (1998), "Workingman's Death" (2005) und "Whores' Glory" (2011). Sein neues Projekt "Untitled" sollte sich in diese Serie globalisierungskritischer Filme einreihen.

Laut Produktionsnotiz soll der Film "ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition."

Ausgezeichneter Regisseur

Glawoggers Filme wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Europäischen Filmpreis 2005 und dem Deutschen Filmpreis 2007 (jeweils für "Workingman's Death") und dem Spezialpreis der Jury bei den Internationalen Filmfestspiele von Venedig (2011 für "Whore's Glory").

Der 1959 in Graz geborene Filmemacher war nicht nur mit Dokumentarfilmen, sondern auch mit fiktionalen Produktionen erfolgreich: Die Spielfilme "Nacktschnecken" (2004), "Slumming" (2006) und "Contact High" (2009) waren in Österreich und darüber hinaus erfolgreich.

nf/pg (dpa, apa, kurier)