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Aktuell Afrika

Festnahmen nach Anschlag in Mali

20 Menschen waren bei der Geiselnahme in einem Luxushotel in Malis Hauptstadt Bamako durch islamistische Terroristen getötet worden. Nun hat das Militär zwei mutmaßliche Komplizen gefasst.

Die beiden Männer seien vermutlich an der Geiselnahme im Radisson Blu Hotel beteiligt gewesen, sagte ein Sprecher des malischen Kommunikationsministeriums. Die Zahl der Todesopfer nach dem Anschlag habe sich inzwischen von 19 auf 20 erhöht, hieß es weiter. Genauere Angaben zu den Festgenommenen machte der Sprecher nicht.

Islamisten bekennen sich zur Hotel-Attacke

Aus dem Umfeld der Ermittlungen verlautete, über das Mobiltelefon eines der Angreifer sei man auf die Fährte der Festgenommenen gekommen. Zu der Geiselnahme am vergangenen Freitag hatten sich drei islamistische Gruppen bekannt. Unter den Getöteten waren auch Russen, Chinesen und ein Amerikaner. Zwei der Angreifer kamen ebenfalls ums Leben. 170 Geiseln konnten befreit werden, nachdem Spezialkräfte das Hotel in der Hauptstadt Bamako stürmten.

Bundeswehr-Einsatz in Mali geplant

Seit dem Anschlag haben die Behörden Mails für zehn Tage den Ausnahmezustand über das westafrikanische Land verhängt. Islamisten kontrollieren Teile der ehemaligen französischen Kolonie und verüben immer wieder Anschläge.

Die Bundesregierung will demnächst bis zu 650 Bundeswehr-Soldaten als Teil eines UN-Stabilisierungseinsatzes zur Friedenssicherung nach Mali schicken. Dadurch soll Frankreich für den Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) entlastet werden.

cw/ml (afp, rtr)