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Aktuell Europa

Festnahmen bei Razzia in Brüssel

Die belgische Polizei sucht noch immer in Brüssel nach möglichen Tätern und Komplizen im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen. Belgiens Staatsfeind Nummer Eins ging den Ermittlern erneut nicht ins Netz.

Vermummte Spezial-Einsatzkräfte bei einer Razzia im Brüssel Stadtteil Molenbeek (Foto: REUTERS)

Razzia im Brüsseler Stadtteil Molenbeek (Archivbild)

Spezialkräfte haben am Sonntagabend bei einem fünfstündigen Einsatz in Brüssel in dem Szene-Stadtteil Dansaert in der Nähe des Problemviertels Molenbeek unter anderem eine Wohnung durchsucht. Dabei wurde in der sie zwei Personen festgenommen haben. Die beiden würden nun vernommen, sagte Justizsprecher Eric Van Der Sypt. Zusätzlich zu diesen Festnahmen gab es am Montag eine zweite Razzia, bei der zwei weitere Verdächtige gefasst wurden. Der Flüchtige Salah Abdeslam, der in Molenbeek lebte und mutmaßlich an den Anschlägen in Paris beteiligt war, sei jedoch nicht unter den Festgenommenen.

Von Abdeslam fehlt seit dem 13. November jede Spur. Nach Berichten belgischer Medien sei er kurz vor einer Razzia versteckt in einem Umzugswagen aus Molenbeek geflohen. Der 26-Jährige wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Abdeslam passierte drei Polizeikontrollen

Ermittler gaben nun bekannt, dass Abdeslam auf seiner Flucht von Paris nach Belgien drei Mal von der französischen Polizei kontrolliert worden sei. Damit wurde ein Artikel der französischen Zeitung "Le Parisien" bestätigt. Der Bericht basierte auf einer Zeugenaussage von Hamza Attou, einem Freund des Hauptverdächtigen aus dem Brüsseler Viertel Molenbeek.

Attou und ein weiterer Freund sollen den flüchtigen Franzosen nach den Anschlägen mit dem Auto aus Paris abgeholt und nach Brüssel gefahren haben. Bei zwei der Kontrollen hätten die drei ihre Personalien vorzeigen müssen. Zu diesem Zeitpunkt lief die Fahndung nach Abdeslam allerdings noch nicht.

Fahndungsfoto von Salah Abdesla (Foto: Police Nationale)

Fahndungsfoto von Salah Abdeslam

Bei der Anschlagsserie vom 13. November in Paris wurden 130 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt. Die meisten Angreifer sind inzwischen identifiziert. Von Abdeslam fehlt allerdings jede Spur. Seine genaue Rolle bei den Attentaten ist noch unklar. Zu den Anschlägen bekannte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS).

nem/ml (afp)