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Musik

Feierliche Eröffnung der Elbphilharmonie mit viel Politprominenz

Die Einweihung des neuen Konzertsaals der Elbphilharmonie wurde mit Spannung erwartet. Prominente aus Kultur und Politik gaben sich die Ehre, allen voran Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck.

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Neues Klangwunder

Dezent im schlichten grauen Seidenblazer betrat die Bundeskanzlerin das Foyer der neueröffneten Hamburger Elbphilharmonie. Das Blitzlichtgewitter der internationalen Fotografen und Reporter prasselte kurz auf die Politprominenz nieder. Die Fotos sind schon mal für die Geschichtsbücher: "Damals, als im Januar 2017 die berühmte Elbphilharmonie in Hamburg eröffnet wurde…" Wegen schlechten Wetters hatten sich die Feierlichkeiten um eine halbe Stunde verzögert.

Neben Angela Merkel betrat ihr Ehemann Joachim Sauer den Konzertsaal, wie immer dezent im Hintergrund und zwei Schritte hinter ihr. Auch Bundespräsident Joachim Gauck mit Lebensgefährtin Daniela Schadt und Bundestagspräsident Norbert Lammert waren der Einladung zum Festakt gefolgt. Der erste Bürgermeister der Stadt Hamburg, Olaf Scholz, begrüsste die prominenten Gäste als Hausherr und politisch Verantwortlicher des neuen Hamburger Wahrzeichens. 2100 Ehrengäste waren zum Eröffnungskonzert gekommen, darunter auch Filmschauspieler Armin Mueller-Stahl, Choreograph John Neumeier und TV-Moderatorin Sandra Maischberger.

Viel Prominenz zum Eröffnungskonzert

Deutschland Hamburg Eröffnung der Elbphilharmonie (Reuters/C. Charisius)

Zum Eröffnungskonzert wurden 1000 Karten verlost

Stardirigent Kent Nagano zeigte sich schon im Vorfeld davon überzeugt, dass die Elbphilharmonie zu einem der bestklingenden Konzertsäle der Welt gehört. Er ist von der Akustik begeistert. Die Festgäste konnten sich davon heute selbst überzeugen. Das dafür umbenannte NDR-Elbphilharmonie Orchester füllte unter der Leitung des Dirigenten Thomas Hengelbrock den Saal mit klassischen Beethoven-Klängen: "Die Geschöpfe des Prometheus" stand als erstes auf dem Programm dieses Abends. Bürgermeister Olaf Scholz griff dieses Bild in seiner Eröffnungsrede auf. "Es zeigt eindrücklich, was wir schaffen können", sagte er mit sichtlichem Stolz.

"Vor allem die Musik ist in der Lage, Grenzen und Sprachbarrieren zu überwinden." Die gesamte Kulturnation Deutschland präsentiere sich hier und heute der Welt."Eine Sinfonie in Stahl und Glas", lobte Scholz ausdrücklich die futuristisch anmutende Architektur der Elbphilharmonie, die von dem Schweizer Architekturbüro Herzog und de Meuron entworfen wurde. "Hier kommen Kreativität und Kaufmannsgeist zusammen."

Lobende Worte von Gauck

Auch der Bundespräsident war voll des Lobes für das neue Wahrzeichen der Stadt Hamburg."Dass es dieses Haus gibt, haben wir einer privaten Initiative zu verdanken", sagte Gauck in seiner Ansprache, die vermutlich eine seiner letzten offiziellen Reden als Bundespräsident sein wird. Er zeigte sich hocherfreut über das zukunftweisende Netzwerk der Kulturförderer, das den spektakulären Neubau überhaupt erst möglich gemacht habe. Applaus des Publikum unterstrich seine Dankesworte.

"Das ist ein Bau, der unserer offenen Gesellschaft in Deutschland entspricht. Hier erleben wir ein Miteinander, ohne unserer Individualität aufgeben zu müssen", unterstrich er nochmal den aktuellen Bezug zur politischen Situation in der Bundesrepublik Deutschland. Für ihn sei dieser Bau eine Chance, auch andere Zielgruppen als die üblichen gutsituierten Konzertbesucher für klassische Musik und Konzerte zu begeistern.

Klänge des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartoldy erklangen als zweiter musikalischer Programmpunkt in dem kunstvoll gestalteten Konzertsaal. In Zukunft werden neben Klassik auch Pop-und Punkkonzerte, wie die "Einstürzenden Neubauten" zu hören sein.

Schmuckstück der Kulturnation Deutschland

Der Grundstein für die Hamburger Elbphilharmonie wurde am 2. April 2007 gelegt. Jahrelang machte der spektakuläre Glasbau, der auf dem Sockel eines alten Hafenspeichers mitten in der Hafencity gebaut wurde, Schlagzeilen wegen der gestiegenen Baukosten und der mehrfach verschobene Eröffnung. Fast zehn Jahre dauert die Fertigstellung. Die Kosten stiegen zuletzt auf 789 Millionen Euro. Mehr als 57 Millionen Euro kamen aus privaten Spenden.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz gab dem mit seiner Rede einen optimistischen Schlusspunkt: "Hamburg setzt mit der Elbphilharmonie ein unübersehbares Zeichen für die große Bedeutung, die Kunst und Kultur in einer freien Gesellschaft zukommt», sagte der SPD-Politiker vor den geladenen Gästen. "Mit dem ersten Konzert im Großen Saal beginnt das Herz der Elbphilharmonie zu schlagen."

hm/suc (dpa/epd)

 

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