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Fußball

FC Bayern vor dem Sprung ins Halbfinale

Der FC Bayern München steht nach dem 2:0-Erfolg bei Olympique Marseille mit einem Bein im Halbfinale der Champions League. Im Rückspiel will sich der deutsche Fußball-Rekordmeister nicht mehr überraschen lassen.

Nach dem 1:0-Sieg am Wochenende in der Bundesliga beim 1. FC Nürnberg freuen sich die Spieler des FC Bayern München auf den Saisonendspurt. "Es kann eine ganz große Saison werden", verkündete Superstar Arjen Robben. Drei Titel sind für den FCB noch möglich: In der Meisterschaft und im DFB-Pokal-Finale stehen entscheidende Kraftproben mit Borussia Dortmund an. Und in der Champions League darf immer noch vom Finale am 19. Mai im eigenen Stadion geträumt werden. Von Triumph bis Tragödie - alles ist drin. "Wir sollten uns aber nicht unter Druck setzen", mahnte Bayern-Trainer Jupp Heynckes.

Real Madrid im Hinterkopf

Insgeheim denken viele in München zwar längst an Real Madrid und eines möglichen Halbfinales in der Königsklasse gegen den spanischen Rekordmeister. Doch zunächst einmal heißt der Gegner am Dienstag (03.04.2012) im Viertelfinal-Rückspiel Olympique Marseille. "Wir reden nicht über Madrid", erklärte Heynckes, das gebiete schon der Respekt vor den Franzosen. Abgesehen davon, "müssen wir erst noch den Einzug perfekt machen", ergänzte der Trainer nach dem 2:0-Sieg vor einer Woche in Marseille. Deshalb versprach Heynckes, seine Mannschaft werde seriös ins Rückspiel gegen die Franzosen gehen.

Marseilles Trainer Didier Deschamps (l.) und Bayern Münchens Coach Jupp Heynckes freuen sich gemeinsam (Foto: AP/dapd).

Die Trainer Jupp Heynckes (r.) und Didier Deschamps: Im Hinspiel hatten eigentlich nur die Bayern gut lachen

"Wir wollen unter die vier besten Mannschaften Europas. Wenn wir konzentriert Fußball spielen, brennt gegen Marseille nichts an", versicherte Mannschaftskapitän Philipp Lahm. Und auch Stürmer Mario Gomez versprach volle Konzentration: "Wir wissen, dass das noch mal ein schwieriges Spiel wird. Im Fußball passieren die verrücktesten Dinge. Es wird sicher kein Spaziergang", sagte der bereits elfmal in der Champions League erfolgreiche Torjäger.

Bastian Schweinsteiger sitzt gegen Marseille eine Gelb-Sperre ab, vier andere Bayern-Profis müssen aufpassen. Sollten sich Jerome Boateng, Toni Kroos, Luiz Gustavo oder Thomas Müller eine weitere Verwarnung einhandeln, wären sie in einem sich abzeichnenden Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid gesperrt. Neben Schweinsteiger fehlen die verletzten Innenverteidiger Daniel van Buyten und Breno.

Marseille kämpft um letzte Chance

Olympique Marseille hat sich noch nicht aufgegeben. "Es ist keine Mission Impossible", beteuerte Alou Diarra, der einst bei den Amateuren des FC Bayern spielte - diesmal aber gesperrt ist. Genährt wird die Hoffnung von "OM" durch die Vorrunde, da erzielten sie drei Treffer bei Borussia Dortmund (3:2). "Wir haben eine Chance, auch wenn sie klein ist", betonte auch Trainer Didier Deschamps, der mit seiner Mannschaft am Wochenende spielfrei hatte.

Die Statistik spricht jedoch klar für den FC Bayern. Noch nie in der Geschichte der Champions League ist eine Mannschaft, die das Hinspiel auswärts 2:0 gewonnen hat, anschließend noch ausgeschieden. Allerdings ist auch Vorsicht geboten. Im vergangenen Jahr gewannen die Münchner das Achtelfinal-Hinspiel bei Inter Mailand 1:0, daheim unterlagen sie mit 2:3.

Spannung in Barcelona

Sami Khedira (l. und Pepe (r.) von Real Madrid kämpfen mit Ailton Almeida (2.v.r.) von Nikosia um den Ball (Foto: EPA/STR)

Real dominierte Nikosia im Hinspiel

Nur noch Formsache scheint das Heimspiel für Real Madrid zu sein. Die "Königlichen" um Mesut Özil und Sami Khedira laufen am Mittwoch (04.04.2012) mit einem 3:0 aus dem Hinspiel bei APOEL Nikosia im heimischen Estadio Bernabeu auf. Benfica Lissabon muss zudem beim FC Chelsea die 0:1-Heimniederlage aus dem Hinspiel wettmachen.

Bereits am Vortag sind die Blicke der Fußball-Fans vor allem auf den FC Barcelona gerichtet. Nach dem 0:0 in San Siro muss Barca gegen den AC Mailand gewinnen, um das große Ziel der ersten Titelverteidigung in der Geschichte des Wettbewerbs nicht jetzt schon aufgeben zu müssen.

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