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Aktuell Asien

Fahrverbote gegen Smog in Neu Delhi

Die Luftverschmutzung in der indischen Hauptstadt Neu Delhi hat Rekordwerte erreicht. Vor allem die Fahrten von Privatautos will die Regierung reduzieren.

Auotsstraße in Delhi (Foto: picture-alliance/dpa/D.Fiedler)

Schon im vergangenen Jahr kämpfte Neu Delhi mit dem Smog (30.01.2014)

"Wir husten alle", sagte Arvind Kejriwal, Regierungschef des Unionsterritoriums Delhi. Deswegen erließ er erstmals weitreichende Fahrverbote für Privatfahrzeuge in Neu Delhi. So dürfen in den ersten zwei Januarwochen abwechselnd nur Fahrzeuge mit gerader oder ungerader Zahl auf dem Nummernschild fahren. Wer sich nicht daran hält, muss 2000 Rupien (28 Euro) zahlen - eine saftige Strafe für Neu Delhi. Ausnahmen sollen für Amtsträger wie Spitzenpolitiker und Richter sowie für alleinfahrende Frauen mit Kindern gelten.

Der Erlass kommt einen Tag, nachdem in der Hauptstadt Rekord-Smogwerte gemessen wurden. Der Index des Ministeriums für Geowissenschaften kletterte für den Feinstaub an vielen Orten auf 400 bis 500 Punkte. Der Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation liegt bei 25 Punkten im Tagesdurchschnitt.

Bewusstsein für Smog-Gefahren noch gering

Neu Delhi gehört zu den Städten mit der weltweit schlechtesten Luft. Zu den Verschmutzern gehören Herdfeuer zum Kochen, Feuer zum Wärmen in der Nacht, offenes Müllverbrennen, Kohlekraftwerke und Ziegeleien am Stadtrand, dazu kommt die steigende Zahl an Autos und Motorrädern sowie alte Lastwagen. An vielen Tagen ist die Belastung schlimmer als in Peking, wo jüngst mehrfach die Alarmstufe "Rot" ausgerufen wurde. An diesem Donnerstag galt sie auch in zehn weiteren Städten Chinas.

Während hier inzwischen das Bewusstsein über die Gefährlichkeit des Smogs seit Jahren hoch ist und viele Menschen draußen eine Maske tragen, haben sich die Inder bislang kaum mit dem Thema auseinandergesetzt. Erst seit etwa einem Jahr berichten indische Medien breit über die Gefahren.

fab/pab (dpa, afpe, ape)