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Europa

Für ein vereintes Europa, gegen europafeindlichen Populismus

Der Ausgang der Wahl in den Niederlanden hat sie sichtlich beflügelt: In Deutschland und anderen Ländern gingen wieder tausende Anhänger der Bewegung "Pulse of Europe" auf die Straße.

Pulse-of Europe-Demonstration in Frankfurt am Main (Foto: picture-alliance/dpa/A. Arnold)

"Pulse-of Europe"-Demonstration auf dem Goethe-Platz in Frankfurt am Main

In Frankfurt/Main, wo "Pulse of Europe" Ende 2016 gegründet worden war, versammelten sich rund 3000 Menschen mit Luftballons und Europafahnen. In Berlin zählte die Polizei bei Wind und Regen rund 2000 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von mindestens 4000, in Köln gingen rund 2500 Menschen auf die Straße. Auch in vielen anderen Städten wie Dresden, Leipzig, Hamburg, Wiesbaden, Ulm, Tübingen, Koblenz, Düsseldorf oder Nürnberg demonstrierten trotz häufig schlechten Wetters viele hundert Menschen. In ganz Deutschland waren in insgesamt 46 Städten Kundgebungen angemeldet worden. Nach Angaben der Organisatoren nahmen zeitgleich in rund 50 europäischen Städten mindestens 20.000 Menschen an den Pro-Europa-Demonstrationen teil.

Vor allem Wahlen in Frankreich und Deutschland im Blick

Die Initiatoren der Bürgerbewegung "Pulse of Europe" wollen nach eigenen Angaben einen Beitrag dazu leisten, dass es auch nach den bevorstehenden Wahlen in Frankreich und Deutschland ein vereintes, demokratisches Europa gibt. In Koblenz etwa traten die Demonstranten unter dem Motto "restons ensemble" - zusammen bleiben - auf und bildeten mit Schildern eine französische Flagge.

Pulse-of Europe-Kundgebung auf dem Gendarmenmarkt in Berlin (Foto: picture-alliance/dpa/B. von Jutrczenka)

Auch auf dem Gendarmenmarkt in Berlin versammelten sich zahlreiche Pro-Europäer

Vor dem Konzerthaus auf dem Berliner Gendarmenmarkt spielte der Klarinettist Giora Feidman die Europahymne. Die Veranstalter in Berlin bekräftigten die Überparteilichkeit der Bewegung. Unter dem Jubel der Anwesenden begrüßten mehrere Redner das Ergebnis der Wahl in den Niederlanden in der vergangenen Woche, bei der die Wahlbeteiligung mehr als 80 Prozent betragen hatte. Die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders wurde mit 20 Mandaten zweitstärkste Kraft, blieb aber deutlich hinter den selbst gesteckten Zielen zurück.

Wöchentliche Kundgebungen bis Mai geplant

"Wir wollen, dass auch bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich im April der europafeindliche Populismus scheitert, so wie er vergangene Woche hoffentlich in den Niederlanden gescheitert ist", sagte Organisator Volker Gustedt zum Auftakt einer Kundgebung in Potsdam. Die Bewegung will sich bis zur Stichwahl am 7. Mai jeden Sonntag treffen. Die Demonstranten ließen zudem Luftballons in den Farben Bulgariens in die Luft steigen. Dort wird am 26. März ein neues Parlament gewählt. 

sti/haz (afp, dpa)