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USA

Ex-General Mattis soll US-Verteidigungsminister werden

James Mattis gilt als einer der profiliertesten strategischen Denker im US-Militär und politisch als Falke. Sein Spitzname: Mad Dog (Verrückter Hund). Jetzt wurde er von Donald Trump nominiert.

USA Donald Trump bestimmt James Mattis zum US-Verteidigungsminister (Getty Images/D. Angerer)

Donald Trump (l.) mit seinem künftigen Verteidigungsminister James Mattis

Der designierte US-Präsident Donald Trump will den 66 Jahre alten Ex-General James Mattis als Verteidigungsminister in seinem Kabinett. Das bestätigte Trump bei einer Kundgebung in Cincinnati. Zuvor hatten bereits mehrere Medien darüber berichtet.

Der pensionierte Vier-Sterne-General Mattis verfügt über intensive Kriegserfahrungen. Seine 44-jährige Militärkarriere verlief steil, über Parteigrenzen hinweg trug sie ihm hohen Respekt ein. Mattis war bereits im Golfkrieg Anfang der neunziger Jahre als Kommandeur im Einsatz und führte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 einen Einsatzverband in Südafghanistan. Während der zweiten US-Invasion im Irak führte Mattis dann 2004 die Schlacht um Falludscha an, eine der blutigsten des Krieges.

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Trump nominiert Mattis als Verteidigungsminister

Präsident Barack Obama ernannte Mattis 2010 zum Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos, das für die Militäreinsätze im gesamten Nahen und Mittleren Osten zuständig ist. Auf diesem Posten koordinierte er auch den US-Truppenabzug aus dem Irak. 

Obamas Kurs scharf kritisiert 

Den Posten hatte Mattis bis 2013 inne. Nach seiner Pensionierung entwickelte er sich zu einem immer stärkeren Kritiker von Obamas Strategien im Irak und in Afghanistan. Zudem bemängelte er ein zu unentschlossenes Vorgehen gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Mattis gilt auch als entschiedener Gegner des Atomdeals mit dem Iran.

2005 machte er mit einer sehr umstrittenen Äußerung von sich reden: "Du gehst nach Afghanistan und gerätst an Kerle, die ihre Frauen seit fünf Jahren verprügeln, weil sie sich nicht verschleiert haben. Solche Kerle sind ohnehin keine richtigen Männer mehr. Also macht es unheimlich viel Spaß, sie zu erschießen."

Da Mattis im Ruhestand ist, muss der Kongress seiner Nominierung zustimmen.

se/rk (rtr, ap, dpa, afp)

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