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Syrien-Krieg

Evakuierung Aleppos stockt schon wieder

Tausende Menschen sitzen noch immer in den letzten Rebellengebieten der Stadt fest - bei eisiger Kälte. Russland, der Iran und die Türkei boten sich derweil als "Garanten" für eine Friedenslösung in Syrien an.

Die Evakuierung Ost-Aleppos ist erneut unterbrochen worden. Als Begründung hieß es aus syrischen Militärkreisen, Rebellen hätten neue Bedingungen gestellt. Die Aktion hatte vergangenen Donnerstag begonnen, wurde dann aber nach dem Ausbruch neuer Gewalt für einige Tage unterbrochen und erst am Sonntag wieder aufgenommen.

Seit Beginn der Evakuierung haben nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) etwa 25.000 Menschen die letzten Rebellengebiete der nordsyrischen Stadt verlassen. Allein seit der Wiederaufnahme der Transporte am Sonntag seien 15.000 Menschen in das Umland Aleppos gebracht worden, sagte eine IKRK-Sprecherin. Weil Ost-Aleppo seit Monaten von Syriens Regime belagert wird, herrscht dort laut Hilfsorganisationen ein akuter Mangel an Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Doch auch in den Gebieten, in die die Menschen gebracht werden, gibt es massive Versorgungsengpässe. Viele Menschen müssen zudem wegen Unterkühlung behandelt werden.

Neuer Vorstoß

Russland, der Iran und die Türkei sprachen sich für eine landesweite Waffenruhe in Syrien aus. Alle drei Staaten seien bereit, zwischen der syrischen Führung und der Opposition zu vermitteln und als "Garanten" einer Einigung aufzutreten, teilten die Außen- und Verteidigungsminister der Länder nach einem Treffen in Moskau mit.

Außenminister der Türkei und des Irans in Moskau (Foto: AP)

Die Türkei und der Iran unterstützen in Syrien unterschiedliche Kriegsparteien

Die drei Staaten stehen im Syrien-Konflikt eigentlich auf entgegengesetzten Seiten: Russland und der Iran sind die wichtigsten Verbündeten von Staatschef Baschar al-Assad und unterstützen die Regierungstruppen auch militärisch. Die Türkei hilft in Syrien hingegen oppositionellen Kräften im Kampf gegen Dschihadisten. Das türkische Militär geht in Syrien zudem gegen kurdische Milizen vor, um deren Vormarsch dort zu stoppen.

wa/cr (dpa, afp, rtr)

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