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Die Busse fahren aus der Stadt

Aleppo: 25.000 Menschen in Sicherheit gebracht

Die Evakuierung der letzten Rebellengebiete in Aleppo geht weiter. Die Menschen werden ins Umland der lange umkämpften Stadt transportiert. Dort erwarten sie Notunterkünfte und eisige Wintertemperaturen.

Ein kleiner Junge in einem Bus, der Zivilisten aus Ost-Aleppo wegbringt (Reuters/A.Ismail)

Ein kleiner Junge in einem Bus, der Zivilisten aus Ost-Aleppo wegbringt

Seit Beginn der Evakuierung haben nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) etwa 25.000 Menschen die letzten Rebellengebiete der nordsyrischen Stadt Aleppo verlassen. Alleine seit der Wiederaufnahme der Bustransporte am Sonntag seien 15.000 Menschen in das Umland Aleppos gebracht worden, sagte IKRK-Sprecherin Ingy Sedky der Deutschen Presse-Agentur.

Syriens Armee zum Einmarsch bereit

Aus syrischen Armeekreisen hieß es, es sei damit zu rechnen, dass die letzten Kämpfer der Rebellen Ost-Aleppo in den nächsten Stunden verließen. Die Armee bereite sich darauf vor, danach in die Viertel einzurücken. Mit Unterstützung Russlands und des Iran sowie schiitischer Milizen hatten die Streitkräfte des Regimes von Präsident Baschar al-Assad den lange von Aufständischen kontrollierten Ostteil der früheren syrischen Handelsmetropole erobert.

In den Rebellenvierteln waren während der Kämpfe zehntausende Menschen eingeschlossen. Wie viele jetzt dort noch ausharren, ist nicht bekannt. Die der Opposition nahe stehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien gab die Zahl der bisher Evakuierten mit 16.000 an.  Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sprach von 37.500.

Probleme mit der Unterbringung

Die Evakuierten kommen in von Rebellen kontrollierten Gebieten in den Provinzen Aleppo und Idlib unter. Das größte Problem bei der Versorgung seien fehlende  Wohnmöglichkeiten, erklärte Mohammed Katub von der Hilfsorganisation Syrian American Medical Society (SAMS), die in Syrien medizinische Einrichtungen unterstützt. Die Menschen kämen in Zelten, Moscheen und Schulen unter. Es sei schwierig, sie dort mit Wasser und Heizungen zu versorgen. Hilfsorganisationen warnten, die Winterkälte sei eine große Gefahr für die Vertriebenen.

wl/sti (dpa, afp, rtr)