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Wirtschaft

Euro unter Beschuss

Die immer näher rückende griechische Staatspleite setzt den Euro extrem unter Druck: Rekordaufschläge bei Anleihen und Euro-Verluste am Währungsmarkt bestimmen den Handel.

The sign of the Euro currency is painted onto the glass door of the Academy of Arts in Berlin as the Brandenburg Gate is reflected on it July 3, 2012. The graffiti was created by the design group Bureau Mario Lombardo as part of the Berlin Biennale art festival. REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: SOCIETY POLITICS BUSINESS) /eingest. sc

euro-zeichen gemalt - symbol vor brandenburger tor

Die am Wochenende angeheizten Spekulationen um einen möglichen Staatsbankrott Griechenlands haben am Montagvormittag ihre Wirkung an den Märkten entfaltet. Die spanische Volkswirtschaft gerät stärker unter Druck und muss immer höhere Zinsen für ihre Staatsanleihen anbieten. Die Rendite für zehnjährige Papiere liegt nun erstmals bei mehr als 7,4 Prozent. Sollten die Zinsen dauerhaft auf einem Niveau von mehr als sechs Prozent bleiben, wäre Spanien nach Ansicht vieler Ökonomen nicht mehr in der Lage, seinen Haushalt zu finanzieren.

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Spanien zahlt Rekordzinsen für Kredite

Die Lage wird dadurch verschlimmert, dass nach der autonomen Region Valencia nun drei weitere Regionen des südwesteuropäischen Landes erwägen, einen Antrag auf Finanzhilfe zu stellen. Der spanische Bankensektor ist bereits unter den Rettungsschirm der EU geschlüpft, Finanzspritzen bis zu 100 Milliarden Euro sind dafür bereitgestellt. Diese Maßnahme hat jedoch für keine Entspannung am Markt gesorgt.

Der Euro schwächelt, der Dax taumelt

Die europäische Einheitswährung ist am Montag im Vergleich zum Dollar auf ein Zwei-Jahres-Tief gefallen, der Vergleich mit dem japanischen Yen fällt noch dramatischer aus: Dieser Kurs liegt auf einem Elf-Jahres-Tief. Der Euro kostet nun 1,2085 Dollar beziehungsweise 94,26 Yen. Die Börse in Tokio hat die Turbulenzen um den Euro bereits zu spüren bekommen: Der Nikkei-Index verlor am Montag knapp zwei Prozent.

Die deutsche Börse hat ihren Handel wegen der unsicheren Zukunft des Euro ebenfalls schwächer begonnen: Im frühen Handel sank der Dax um ein Prozent auf 6563 Punkte, der EuroStoxx gab um 1,2 Prozent nach. Die Mailänder Börse meldet ebenfalls einen schwachen Handelsbeginn. Der Ibex, der Index der Börse in Madrid, gab am im frühbörslichen Handel bereits 1,7 Prozent ab.

dk/wen (rtr/dpa/afp)

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