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Aktuell Europa

Erstes Opfer des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine identifiziert

Noch sind nicht alle Todesopfer aus der malaysischen Boeing in der Ostukraine geborgen. Im niederländischen Hilversum untersuchen mehr als 200 Experten die Leichen. Inzwischen wurde ein erstes Opfer identifiziert.

Wie niederländische Medien unter Berufung auf die Regierung berichteten, handelt es sich um einen Niederländer. Angaben zu Person und Geschlecht wurden nicht gemacht. Die Angehörigen und der Bürgermeister der Heimatgemeinde seien informiert worden.

Nachdem die

Luftbrücke für die Opfer des MH17-Flugzeugabsturzes

in die Niederlande vorerst beendet ist, haben mehr als 200 Experten in Hilversum ihre Arbeit begonnen. In einer Kaserne untersuchen sie die menschlichen Überreste, die bisher in 227 Särgen überführt worden sind. Um wie viele der insgesamt 298 Opfer es dabei geht, ist nicht klar. Erst beim Öffnen der Leichensäcke werden Gerichtsmediziner das feststellen können.

40 niederländische Militärpolizisten sollen Bergung ermöglichen

Zwei Militärmaschinen aus Australien und den Niederlanden hatten am Samstag weitere 38 Särge nach Eindhoven gebracht. Es war der vierte Transport in Folge aus der ostukrainischen Stadt Charkiv. Die niederländische Regierung rechnet damit, dass sich an der Absturzstelle noch weitere Opfer befinden. Um ihre Bergung zu ermöglichen, trafen 40 unbewaffnete niederländische Militärpolizisten in Charkiv ein.

Im Konfliktgebiet im Osten der Ukraine gingen die Kämpfe weiter. Am Rande der Millionenstadt Donezk lieferten sich regierungstreue Truppen und prorussische Separatisten Artilleriegefechte. Gekämpft wurde unter anderem am derzeit stillgelegten Flughafen. Die Separatisten warfen der ukrainischen Armee vor, die Stadt mit Raketenwerfern zu beschießen. Bei Granatwerferbeschuss auf Luhansk seien 15 Zivilisten getötet und etwa 60 verletzt worden, teilten die Separatisten mit. Eine unabhängige Bestätigung gibt es nicht.

Gekämpft wurde auch an mehreren Abschnitten der Grenze zu Russland. Die Separatisten eroberten nach eigenen Angaben den Grenzübergang Marinowka im Süden des Gebiets Donezk. Dort hatte die ukrainische Armee bislang einen schmalen Landstreifen verteidigt, um ein Eindringen von Waffen und Kämpfern aus Russland zu verhindern.

pg/wl (dpa, afp)