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Aktuell Amerika

Erste Trends aus Iowa

In den USA hat das Wahljahr begonnen. Die Vorwahlen im Bundesstaat Iowa sind ein wichtiger Stimmungstest, obwohl nur ein paar hunderttausend Wähler mitmachen.

Der Andrang der Parteimitglieder und registrierten Anhänger vor den mehr als 1700 Schulen, Kirchen und Büchereien im ländlichen Iowa schien größer als sonst. Verlässliche Zahlen über die Wahlbeteiligung stehen noch aus. Gewöhnlich beteiligen sich nur mehrere hunderttausend Wähler an der Abstimmung, die vor allem symbolische Bedeutung hat. Denn die Stimmen aus dem dünn besiedelten Bundesstaat fallen bei der landesweiten Kandidatenkür kaum ins Gewicht.

Allerdings können die Sieger beider Parteien für sich in Anspruch nehmen, den ersten wirklichen Test an der Wahlurne gewonnen zu haben. Derzeit laufen die ersten Zahlen aus den Stimmbezirken ein.

Die Republikaner machen es kaum weniger spannend

Bei den Demokraten liegt die als Favoritin gehandelte frühere Außenministerin Hillary Clinton überraschend knapp vor dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders. Der dritte demokratische Bewerber, Marylands Ex-Gouverneur Martin O'Malley, ist abgeschlagen.

Bei den Republikanern richten sich alle Blicke auf das Abschneiden des umstrittenen Milliardärs Donald Trump, der zurzeit hinter dem erzkonservativen Senator Ted Cruz aus Texas liegt. Mit populistischen und teils fremdenfeindlichen Äußerungen hatte Trump für Empörung gesorgt und auch das republikanische Establishment gegen sich aufgebracht. An der Basis kamen seine Tiraden zunächst aber gut an.

Insgesamt bewerben sich zwölf Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei. In Iowa wird nach einem Caucus-System gewählt. Die Anhänger der Kandidaten kommen auf Parteiversammlungen zusammen und stimmen nach eingehender Diskussion ab. Der Ausgang ist traditionell schwer vorherzusagen, da viel davon abhängt, ob die Präsidentschaftsanwärter ihre Unterstützer zur Teilnahme an den Wahlversammlungen mobilisieren können.

rb/se (afp, ap, dpa, rtr)