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Bundesliga

Erste Bundesliga-Schiedsrichterin vor Premiere

Bibiana Steinhaus wird Geschichte schreiben: Als erste Frau soll sie am kommenden Spieltag eine Bundesliga-Partie leiten, berichten Medien. Bis dahin war es ein langer Weg für sie und den Fußball.

Man könnte das Vorgehen behutsam nennen. Oder langsam. Das kommt ganz auf die Perspektive und natürlich den Betrachter an. Bibiana Steinhaus ist seit 1999 DFB-Schiedsrichterin, seit zehn Jahren leitet sie Spiele in der 2. Liga. Man kann die inzwischen 38-Jährige aus Hannover also mit Fug und Recht als erfahren bezeichnen. Seit langem schien sie mit ihrer meist souveränen Spielführung und auch internationalen Erfahrung dafür prädestiniert, das Eis zu brechen und als erste Frau in der Geschichte der Bundesliga ein Spiel zu leiten. Am kommenden Spieltag soll es nun endlich so weit sein.

Bibiana Steinhaus soll Berichten von "Sport1" und "Bild" zufolge bei der Partie Hertha BSC gegen Werder Bremen am Sonntag erstmals in der Bundesliga pfeifen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte dies am Montag allerdings (noch) nicht und verwies auf die Bekanntmachung der Ansetzungen am Donnerstag.

Pionierin an der Pfeife 

7. Bildergalerie erste Schiedsrichterin in der Geschichte der 1. Bundesliga (Getty Images/Bongarts/R. Hartmann)

Bald eine ganz normale Szene? Steinhaus hilft Bayerns Rafinha in einem Pokalspiel auf die Beine

Steinhaus ist die erste Frau, die in den Kreis der Referees im deutschen Fußball-Oberhaus aufgenommen wurde. An den beiden ersten Spieltagen war sie jedoch nur in der 3. und 2. Liga zum Einsatz gekommen. Ein Zweitliga-Spiel der Hertha hatte Steinhaus 2010 einige Schlagzeilen eingebracht: Berlins Profi Peter Niemeyer hatte der Schiedsrichterin auf die Schulter klopfen wollen, erwischte sie aber ungewollt am Busen. Niemeyer ("Sie stand ein wenig weiter weg als gedacht") und Steinhaus selbst ("Wir sind aneinander vorbeigelaufen und haben uns dabei berührt") nahmen es damals gelassen. Natürlich wird Steinhaus auch bei Ihrer Erstliga-Premiere wieder unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit stehen - auch weil Frauen als Unparteiische in den meisten Ligen der Welt bisher undenkbar sind. Genau das könnte sich dank Bibiana Steinhaus nun langsam ändern.

jw/ck (mit sid /dpa)

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